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Freitag, 12. März 2010

Exzentrophilie

Phili's - with love
Gumpendorferstraße 71, 1060 Wien

Die Auslage dieses Geschäfts macht mir immer wieder Nackenschmerzen. Verrenkungsschmerzen, um genau zu sein, denn man kann sie aus dem vorbeifahrenden 13A-Bus, der nur wenige Meter weiter an der Station Esterhazygasse hält, nie zur genüge erforschen.


Das Schaufenster glitzert und sprüht vor Liebevollem und Außergewöhnlichem: Schuhe, Schirme, Shirts, Schmuck - und sicher auch ein paar Sachen, die nicht mit "sch" anfangen.

Kurz mit der Besitzerin geplaudert war ich um die Information reicher, dass es sich nicht nur um irgendeinen austauschbaren Mädchentand handelt. Sie sagt, sie arbeitet nur mit kleinen, ausgewählten Labels und dabei legt sie besonderen Wert darauf, dass alles hierzulande nur in ihrem Laden erhältlich ist. Was anderorts auch angeboten wird, kommt ihr nicht ins Haus. Eine wahre Fundgrube an noch nie Gesehenem also!

Bleibt nur noch die Preisfrage. Ist Philis Boutique leistbar? Erstaunlicherweise ja. Herzallerliebste Stieferln (denen ich am wenigsten widerstehen konnte) gibt es z. B. um 59 € - im Abverkauf sogar nur 39,- . Soviel, wie man auch in jedem Schuhgeschäft bezahlen muss.

LINK

Samstag, 6. März 2010

WieWien

Vienna Concept Store, Kettenbrückengasse 5, 1050 Wien 
(U4 Kettenbrückengasse)
Mo-Fr 14:00-19:00, Sa 11:00-16:00 LINK

 
Foto von der Homepage www.wiewien.at

Dieser Laden ist vielleicht das real-Pendant zum Wienblog. Eine verwirklichte Liebeserklärung an Wien. Eine Schande (fast), dass mir und M das Geschäft erst jetzt aufgefallen ist, denn es besteht seit bald 2,5 Jahren. Wir sind so gemütlich durch den 5. Bezirk spaziert Auf dem Weg von der Pilgramgasse zum Naschmarkt mit etlichen Zwischenstops. Eben unter anderem (vor allem am spannendsten!) auch im WieWien. Manchmal zahlt es sich also doch aus gewohnte Wege zu gehen und neu zu entdecken.

Im WieWien gibt es Wien–Artikel (auch genannt Souvenirs) in moderner Ausführung. Nicht nur einfallsreich sondern auch nützlich! Es gibt Uhren, Stoffsackerl, Postkarten, Leiberl (T-Shirts), Schürzen uvm. mit verschiedenen Aufdrucken. Aber keine altbekannten Aufdrucke sondern vielmehr Wien aus einem neuen Blickwinkel gesehen. Ich kann nur empfehlen selber vorbeizuschauen.
Ich hab mir natürlich gleich eine Postkarte (Wien-Abc) gekauft. Die wird an einen Freund nach London geschickt, der schon lange auf Post von mir wartet. Ich konnte eben bisher nicht die passende Karte finden …
M hat sich einen Wien-Button – Nein! Kein klassischer "I-Love-Vienna"-Button, sondern einer mit Foto – gekauft.
Wenn ich das Geschäft bloß schon früher gekannt hätte …

Donnerstag, 28. Mai 2009

Café der Provinz

Maria-Treu-Gasse 3, 1080 Wien (5 oder 13A) LINK

Das Café der Provinz ist ein ganz süßes kleines Café zwischen Uni Campus, Rathaus und Josefstädterstraße.
T. und ich waren dort zu S. Geburtstag brunchen. Brunch gibt es nämlich jeden Samstag, Sonntag und Feiertag.
Beim Brunch gibt es ein Buffet mit verschiedenen Wurstsorten (Schinken usw.), eine riiiiesen Auswahl an Käsesorten, Tomaten, Avocado, Brote, Waffeln, Crêpes, Marmeladen, Eier, Honig, einfach alles. Das ganze kostet 10,90€ und inbegriffen ist auch ein Heißgetränk.
An "normalen" Tagen gibt es dort Galette um 4,80–7,80 (ist sowas wir Crêpes, aber salzig – glaub ich), Waffeln und Crêpes um 3,20–4,00€. Alles wird ohne Weizen und ohne Milch zubereitet und hat Bio-Anspruch.

Ich hab mit J. dort Kaffee getrunken und musste natürlich eine Waffel mit Honig und Pfirsich dazu essen – das war ausgezeichnet! Als ich mit E. dort war, habe ich eine Galette Complete gegessen, wenn ich mich nicht irre, dann ist das mit Käse, Sauerrahm und Schinken oder so ähnlich. War auch sehr lecker. Zum Essen gehen sind die Preise ein bisschen zu hoch, aber dafür ist eben alles bio.
Eine Melange kostet 2,80€, ein Cafe au lait kostet 3,10€ und eine Heiße Schoki kostet auch 3,10€. Es gibt eine selbstgemachte Zitronenlimonade die man heiß (1/4l um 2,00€) oder kalt (1/2l um 2,80€) bestellen kann. Heiß schmeckt sie sehr gut, aber ich kann nur empfehlen extra Honig dazuzubestellen. Man kann aber auch normale Säfte um 1,40–2,80€ trinken oder Club Mate um 2,80€.

Das Lokal ist ein Nichtraucher-Lokal, was jetzt im Sommer kein Problem darstellen sollte, weil draußen auch Tische stehen und dort darf man rauchen. Allerdings muss man sich darauf gefasst machen, dass jede Menge Schwangere und Mütter/Väter dort sind und dementsprechend auch… Kinder…
Das ist wie beim Phil, wo sich das Klientel auch durchs Nichtrauchen verändert hat (behauptet R.).

Sonst bietet das Lokal außer verwirrten Kellnerinnen auch noch eine richtig rustikale Einrichtung und leise Hintergrundmusik aus einem uuuuuuur-alt Radio UND Bücher. Man kann dort Bücher kaufen und lesen und ansehen und bequatschen. Ist ja momentan richtig im kommen – Lesen und Kaffee trinken. Es gibt auch so CDs… ob man die anhören kann weiß ich leider nicht.

Also J. war ganz begeistert von der Einrichtung und ihrer Waffel mit Schoko und ich war ganz begeistert von den Blüten die über meine Honig-Pfirsich-Waffel gestreut waren. Meine Waffel hat wirklich nach Blumen geschmeckt!

Einziger Minuspunkt ist, dass das Café leider auf der falschen Straßenseite ist. Nämlich Richtung Norden und deshalb ist es innen relativ dunkel und außen nicht sonnig, was allerdings im Sommer bestimmt gemütlich ist.
Aber trotzdem ist es irgendwie doof.

von N-Vienne




Donnerstag, 21. Mai 2009

Restaurant Dreiklang

Wasagasse 28, 1090 Wien (7 Minuten zu Fuß von U2 Schottentor, 37, 40, 41 Schwarzspanierstraße) Link


Mitten im 9. Bezirk versteckt sich ein kleines Restaurant mit dem musikalischen Namen Dreiklang. Es ist kein Musiklokal oder dergleich, nein, etwas ganz anderes! Es ist ein familiengeführtes Biorestaurant mit Heurigen-Charme. Das Interior ist eher rustikal bzw. gemütlich eingerichtet und vermittelt ein heimatliches Gefühl, dies wird auch durch die offene Küche vermittelt, wo man zu sehen kann, wie sein Essen zubereitet wird. Nur aus biologischen Zutaten versteht sich! Mein Spargelrisotto war nämlich eine richtige Vitaminbombe und die größe der Portion ließ alle Zweifel, ob gesundes Essen wirklich satt macht, verschwinden.
Ein guter Tipp sind hier die täglichen bzw. wöchentlichen Menüs, die zur Auswahl stehen. Je nach Wunsch kann mit Süßspeise und/oder Suppe bestellen, was dann maximal auf 9,80€ für drei Gänge kommt! Auch die Nachspeisen sind super gesund. Ich habe zum Beispiel Vollkorntopfennockerl auf ungezuckertem Erdbeerspiegel gegessen *lecker* Ein großes Frühstücksangebot gibt es auch von 9-12 und beim Trinken sollte man unbedingt einen Biosaft probieren, die schmecken wirklich gut und sind nochmal ein extra Schub an positiver Energie! Zugegeben, wer hier Essen geht, kommt schon auf seine 10-15€ mit Getränke und Nachspeise, aber in Zeiten wo Umweltschutz groß geschrieben wird, kann man ruhig einmal etwas mehr für biologisches Essen ausgeben. Es zahlt sich auch für die Geschmacksnerven aus!
Ein zusätzlicher Reiz dieses Restaurants sind die angebotenen Veranstaltungen. Unser Abendessen wurde zum Beispiel von einer Country-Folk-Band begleitet, die die Stimmung in den kleinen Räumen ordentlich anheitzte. So lernten wir auch die Besitzerin des Restaurants kennen, die um eine Spende für diese Band bat. Ihr Mann ist der Koch, sie hilft beim Servieren und übernimmt den Kontakt zu den Kunden. In symphatischem Dialekt plauderte sie mit uns über das Restaurant und interessierte sich für unsere Meinung zu dem Ambiente. Irgendwie hab mich richtig wohl dort gefühlt und das lag bestimmt nicht nur an dem gesunden Essen....

by J-Vienne

Dienstag, 31. März 2009

Schikaneder

Margeretenstraße 24, 1040 Wien (Erreichen mit 1, 62 oder Badner Bahn, 59A oder U4 Kettenbrückengasse und 5 min gehen) LINK

Das Schikaneder ist an der Ecke Margaretenstraße/Schikanedergasse. Daher, vermute ich, auch der Namen des Kinos.
Die Straße wiederum ist nach dem ersten Theaterdirektor vom Theater an der Wien – Emanuel Schikaneder (Ende 18. bis Anfang 19. Jahrhundert) – benannt.

Ich kenne das Schikaneder schon länger ohne es wirklich zu kennen. Für mich war es immer der Ort wo eben irgendwelche Freunde oder Bekannten Filmpremieren gefeiert haben. Damit war für mich die Aufgabe des Schikaneder erfüllt. Am Samstag aber hat mich I. wieder dorthin entführt. Ich hab mir noch gedacht – was soll ich denn dort? Ich will garnicht ins Kino. Aber am Samstag war dort nichts was an ein Kino erinnern würde.
Es war einfach eine Bar, eine dreigeteilte Bar. Beim Eingang ist ein heller, beinahe freundlicher Bereich wo man gut sitzen und sich unterhalten kann. Dann gibt es eine Auslage wo die "Schickeria" sitzt ... nein, Spaß ... dort sitzen die Leute eben in der Auslage, was keinesfalls bewertet werden sollte; Denn was sonst tun wenn kein Platz frei ist???
Im hinteren Teil gibt es dann die Bar und (auf der Homepage steht) Lounge. Dort ist dann ein DJ und Musik und es ist dunkel und es stehen viele Leute herum. Dort geht die Party ab.

Ich hatte ein bisschen Zeit die Leute zu beobachten und das war recht witzig. Das Publikum war so (geschätzt) zwischen 20 und 35 und durchgehend gestylt. Selbst die Leute die extra ungestylt aussehen wollten hat man als gestylte ungestylte identifizieren können. Sehr nett anzusehende Individuen. Ich bin mir auch sicher, dass sich mindestens jeder zweite dort als "sehr kreativ" bezeichnet hätte und irgendwas mit Musik, Film, Fotografie o.ä. macht. Ich hab also ganz gut hingepasst.

Am Sonntag habe ich dann N. getroffen und hab ihr von meiner Schikaneder-Erfahrung berichtet und sie hat erzählt, dass sie das Schikaneder auch erst seit kurzem als Lokal kennt. Schade, weil eigentlich ist es dort richtig gemütlich. Die Musik war auch nicht zu aufdringlich im Vorraum/Foyer. Die Leute mit denen ich mich kurz unterhalten habe waren auch okay.

Das ist also eines der Kinos in Wien die nicht nur Kino sind.

von N-Vienne

Dienstag, 17. Februar 2009

Café 7 * Stern


Siebensterngasse 31, 1070 Wien (Erreichbar mit U2/U3 Volkstheater, U3 Neubaugasse, 49 Straßenbahn) Link

Hier soll's jetzt um das ehemalige KPÖ-Lokal gehen. Links ist es immer noch, KPÖ ist es nicht mehr. Eher versteht sich das 7Stern als Kulturzentrum. Find' ich gut.

Zum ersten Mal war ich im 7Stern nachdem im Kamera Club Gay Night war und das bei den Männern in der Runde nicht soo gut angekommen ist. War trotzdem noch ein netter Abend.
Es gibt dort einen separaten Raum in dem Parties gefeiert, Vorträge und Lesungen gehalten werden und was weiß ich was noch alles. Einige meiner Professoren an der Uni haben dort ihre Bücher vorgestellt. 
Wie gesagt – Kulturzentrum :).
Die Leute dort sind sehr nett. Ganz begeistert war ich von der Kellnerin. Als ich nämlich nach Zigaretten gefragt habe, hat sie mir die Trafik mit Automaten auf der anderen Straßenseite empfohlen, weil bei ihnen die Zigaretten 5€ kosten. Sehr nett! Dafür habe ich ein Bier mehr getrunken als eigentlich notwendig gewesen wäre.
Das Café öffnet um 4 Uhr nachmittags und schließt um 2 Uhr morgens obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass wir länger dort waren. Sonntag ist auf jeden Fall Ruhetag.
Soweit ich mich erinnern kann sind die Preise ganz okay. Aber man hat mir weitergeholfen: Kittynn hat Thunfisch-Baguettes gegessen, das waren 3 kleine Baguettes mit Thunfisch und Zwiebel um 3,60€ und Weiße Spritzer getrunken um je 2,20€.
Die Leute dort sind meisten nett. Besonders lustig ist es, wenn im separaten Raum private Parties stattfinden und die schrägen Leute (mit manchmal unglaublich eigenartigem Gewand) herumlaufen. Das einzig doofe bei diesen Parties ist, dass die Musik sehr laut ist und jedes Mal wenn einer aus dem Raum kommt fetzt es einem die Ohren weg – wie die das da drinnen aushalten?! Sonst ist die Musik aber ganz angenehm. 
Die Toiletten sind ganz okay – ich hab immer diesen Uni-Vergleich und dort ist es ja teilweise wirklich schrecklich, aber so ist es dort definitiv nicht! Ich will mir aber nicht vorstellen wie das noch zu KPÖ-Zeiten war… Soweit so gut. Man kann sich dort ganz gut unterhalten, Leute kennen lernen und auch betrinken.

N-Vienne (inzwischen wieder nüchtern)

Sonntag, 8. Februar 2009

Fluc

Praterstern 5, 1020 Wien (U1/U2 Praterstern) Link

Mitten vor dem Riesenrad

Das Fluc bzw. die Fluc Wanne befindet sich direkt bei der U-Bahn/S-Bahn-Station Praterstern. Die zwielichtige Geschichte dieser Station und der Gegend in Praternähe spiegeln sich trotz des Umbaus der Station selbst noch in den umliegenden Lokalen wieder. Das Fluc ist eines dieser Relikte aus jener Zeit. Ein kleines zweistöckiges Gebäude, das von einem weißen Zaun umgeben ist, weckt beim ersten Anblick vielleicht nicht das Bedürfnis einfach reinzugehen um sich zu amüsieren, aber der Schein trügt. 

Die Türsteher am Eingang des Zaunes begrüßen die Gäste freundlich und es kommt ein Gefühl der Vertrautheit auf. Geht man dann weiter in den oberen Bereich des Gebäudes auf Straßenlevel wird man von einem kleinen Raum mit Bar, Bühne und Wuzeltisch begrüßt. Oft finden hier kleine Konzerte von noch nicht so bekannten Bands statt, die den Raum dann bis zum Bersten füllen. Das Ambiente ist nett, aber nicht unbedingt als gemütlich zu beschreiben, ein Zeichen über der Bar und über den Eingängen weist auch auf Vorsicht vor Taschendieben hin. Was wieder daran erinnert, wo in Wien man sich eigentlich befindet.

Von Außen kommt man über ein paar Stufen hinunter in die Wanne, eine Halle für Konzerte und DJ-Auftritte, die besonders jenes Publikum anzusprechen scheint, das das Flex schon für zu kommerziell hält. Interessante Visuals gepaart mit der Lagerhallen-Atmosphäre erinnert an alternative Locations aus vergangen Jahrzehnten. Musikalisch gesehen bietet die Wanne besonders Elektronik-Fans (Minimal, D’n’B, ....) ein besonderes Schnäppchen in Wien.

Die Preise sind leider nicht so wie man sie hier erwarten würden, ein Bier um 3,70 plus Einsatz, passt nicht in diese „Heruntergekommene Bude“, jedoch sind die Preise für die Events (DJs Gebrüder Teichmann zum Beispiel 10€) scheinen fair.

Fazit: Wer lieber abseits der kommerziellen Szene seinen Abend genießen will, kommt hier auf seine Kosten. Interessantes Ambiente, gute Musik und ein kommunikatives Publikum, ein Ort wie man ihn in jeder Stadt gerne mal zufällig finden würde.

by J-Vienne

Montag, 26. Januar 2009

DAS Donau

Karl Schwaighofergasse 10, 1070 Wien


Wien’s bestgehütetes Geheimnis

AppleMarkDas Donau ist eines jener Lokale, das man nur findet, wenn man es schon kennt oder jemanden bei sich hat der es kennt. Wer nicht dieses Glück hat wird vermutlich einige Male an der unscheinbaren Eingangtür vorbeilaufen und sich wundern, ob er sich nicht in der Adresse geirrt hat. Dieses Lokal hat nämlich weder ein Schild, das anzeigt, dass sich hier etwas befindet, noch eine sehr einladende Tür, die auf eine interessante Lokation hindeutet. Einzig und allein die tiefen Bassklänge könnten dies andeuten. Die Tür sieht aus wie die einer verlassenen Lagerhalle und die Fenster sind verriegelt, kein einladendes Plätzchen also um den Abend zu verbringen???

Falsch gedacht! Was sich so gut versteckt, kann nur ein Geheimtipp sein und so ist es auch beim Donau! Eine ehemalige Synagoge wurde hier zu einem Unterground-Elektronik-Schuppen umfunktioniert, der regelmäßig DJs aus der Szene hosted. Die Musik läuft hier jedoch nicht ganz als Hauptattraktion ab, ist aber auch nicht nur für den Hintergrund gedacht, viel mehr trägt sie ganz speziell zu der Atmosphäre des Lokals bei. Ein anderes Merkmal des Donau sind die Visuals, die täglich wechseln! Hierbei werden verschiedenste Motive an die Wand projeziert (die angemerkt, ohne diese Visuals wirklich wie eine abgefuckte Lagerhalle wirken würde) und legen alles in ein dunkles Zwielicht, das die Möglichkeit bietet im privaten Kreis der Freunde zu bleiben. Sitzgelegenheiten gibt es viele, besonders die alten Kinosessel an den Wänden sind sehr bequem und bieten dunkle Ecken zum Verstecken. In der Mitte befindet sich die Bar, bei der es regelmäßig zur Happy Hour (meist in der ersten Stunde nach Öffnung) die gut gemischten Cocktails zum halben Preis gibt! Allgemein sind die Getränkepreise jedoch auf das studentische Publikum angepasst und laden zu feucht-fröhlichen Abenden ein. Für das Leibliche wohl gibt es im Lokal selbst eine Wiener Würstlbude mit Käsekrainer und Frankfurter und einem richtigen Würstlstandlverkäufer. Das Personal ist hier im allgemeinen freundlich und so gut wie immer für Small Talk zu haben.

Sehenswert sind auf jeden Fall noch die Toiletten! Wir können zwar nur von den Damentoiletten sprechen, aber diese sind mit interessanten graphischen Designs von Decke bis Boden bemalt und sind vor allem bei höherem Alkoholpegel ein besonders surreales Erlebnis.

Fazit: Das Donau bietet einen interessanten Abend mit Freunden und spricht bestimmt jeden Kunst und Musikliebhaber an. Unbedingt einmal Anschauen!

gepostet von J-Vienne

Der Wiener Deewan

Lichtensteinstraße 10, 1090 Wien (5 Minuten von U2 Schottentor oder div. Straßenbahnen) LINK


Pay as you wish

...ist das Motto dieses kleinen pakistanischen Restaurants in der Nähe des Schottentors. Jeden Tag gibt es ein Buffet bestehend aus verschiedenen Currys, vegetarisch und mit Fleisch, und Eintöpfen, Reis und Naan, Salat und einer Süßspeise. Getränke müssen extra bezahlt werden, auch wenn immer ein Krug mit Leitungswasser am Tisch steht, der regelmäßig aufgefüllt wird, zahlt es sich aus eines der köstlichen Lassis oder der verschiedenen Fruchtsäfte auszuprobieren. Hat man genug gegessen, zahlt man neben der Eingangstür an der Theke. Meist steht die Besitzerin selbst dort um zu kassieren und man bekommt schnell ein schlechtes gewissen, wenn man das Gefühl hat, nicht genug bezahlen zu wollen. Dieses Konzept scheint sehr gut zu funktionieren, dennoch ist ein Minimum von 3,50€ anzuraten. Persönlich gebe ich aber zu, dass zwischen 5€ und 7€ vielleicht angebrachter sind, wenn man sich zwei bis dreimal am Buffet sein Teller füllt, so ist dieses Restaurant immer noch billiger als viele andere in der Gegend.

Der Wiener Deewan ist ein kleines Restaurant mit einem Hauptraum oben, wo das Buffet ist, und einem weiteren kleinen Raum unten, wo man gemütlich sitzen kann. An der Wand befinden sich durchsichtige Plastiktafeln, die schon seit Jahren beschrieben wurden, wodurch man sich während dem Essen mit dem Lesen vieler Sprüche unterhalten kann. Hie und da finden im Deewan auch kulturelle Veranstaltungen wie zum Beispiel kleine Konzerte statt, die wir persönlich jedoch noch nicht besucht haben.

Aufpassen sollte man hier, wenn man länger als eine Stunde im Restaurant verbringt, da die starken Gewürze im Essen sich am Gewand und in den Haaren festsetzen und man noch länger den Geruch dieses Restaurants bei sich haben wird. Also nicht hingehen, wenn man noch einen wichtigen Termin vor sich hat ;-).

Fazit: Gutes, billiges Essen und freundliches Ambiete. Fast wie zu Hause bei Freunden!

geposted von J-Vienne

Anmerkung von N-Vienne: Ja, ich gebe zu, ich hab' einen Nachspeisen-Tick, aber hier sind die Nachspeisen wirklich lecker! Wenn man Griesbrei oder so mag. Manchmal esse ich NUR Nachspeise wenn ich herkomme :).

Donnerstag, 15. Januar 2009

Weltcafé

Schwarzspanierstraße 15 (hinter der Votivkirche), 1090 Wien (U2, div. Straßenbahnen) etwa 10 Minuten zu Fuß von der Hauptuni entfernt. LINK


Im Weltcafé trifft man sich. Nach dem ersten Semester an der Uni Wien kann man kaum im Weltcafé sitzen ohne, dass früher oder später  jemand vorbei kommt, den man kennt. Vor allem im Sommer, wenn man draussen sitzen kann und die Leute an einem vorbei zu den Hörsälen am Campus eilen. Herrlich.


Ganz toll finde ich das Sonntags-Brunch. Man zahlt (seit neuestem nicht mehr 11€ sondern) 12,50€ und kann von 10-15 Uhr vom Buffet essen. Das zahlt sich wirklich aus. Unter der Woche kann ich die verschiedenen Frühstücksvarianten empfehlen oder als Mittagessen das Mittagsmenü oder die Süsskartoffel-Suppe. Die Suppen sind im Allgemeinen sehr lecker und wirklich sättigend. Genau das Richtige wenn's draussen so kalt ist wie im Moment. Die Suppen sind auch sehr preiswert. Es gibt eine sehr gute Auswahl an vegetarischen Gerichten!

Bei der Theke steht meistens mindestens ein Krug Wasser, wo man sich nach Durst und Laune bedienen kann. Was mir daran so sehr gefällt, ist dass im Wasser Orangenscheiben sind - das sieht so nett aus und schmeckt ein bisschen nach Orange. Apropos Getränke! Meine Studienkollegen trinken immer den Birnensaft, auch sehr lecker, aber besser gespritzt bestellen, der ist nämlich mächtig süss! Und ich liebe die Trinkschokolade – dickflüssig und bitter (Nachzuckern kann man am Tisch). Fazit: Die Preise sind okay, die Qualität auch und Bio und Fairtrade ist es auch.Die Kellner und Kellnerinnen sind lustig und sehr nett. Manchmal muss man länger warten wenn viel los ist, das kann nerven wenn man bloss zahlen will und es kommt keiner daher und man hat's eilig. Aber da kenne ich schlimmere Orte.

Zur Ausstattung sei noch kurz erwähnt: links vom Eingang gibt es Sofas und niedrige Tische, die Sofas sind zwar bequem, aber wenn man essen will ist es dort eher unpraktisch. Rechts vom Eingang sind normale Esstische, dort kann man zwar nicht so gut herumlungern, aber eben essen. Ein guter Ort um Stunden dort zu verbringen und nette/schräge Leute kennenzulernen.

Zum üblichen Raucher//Nichtraucher-Problem: Es gibt einen Nichtraucherbereich, aber der ist nicht wirklich getrennt. Es handelt sich mehr um eine unsichtbare Linie, als um eine tatsächliche Trennung. Zum Leidwesen aller hält sich der Rauch nicht daran.


Einziger Minuspunkt: manchmal ist die Musik bei den Sofas so laut, dass man sein Gegenüber kaum versteht – aber angeblich habe nur ich das Problem. Trotzdem sollte es erwähnt werden.


gepostet von N-Vienne 


Mittwoch, 14. Januar 2009

WienBlog Projekt - Wir stellen uns vor

Hallo lieber Leser!

Wir wollen uns kurz vorstellen, bevor wir richtig loslegen. Wir sind 4 Mädchen, vielleicht werden wir noch mehr. Mal abwarten. N-Vienne, J-Vienne, E-Vienne und K-Vienne.Wir studieren alle in Wien und deshalb gehen wir hier oft gemeinsam essen und Kaffee trinken.
Da dachten wir uns, es wäre doch nett über diese (und andere) Orte ein bisschen zu schreiben.
Eigentlich haben wir nicht wirklich einen Plan, unser Konzept ist eigentlich auch eher unausgereift, aber eines wissen wir: Wir wollen über Wien schreiben. Die Texte werden sich vermutlich nicht auf Kaffeehäuser beschränken sondern auch andere Wien-Experiences behandeln. Unsere Linksammlung wollen wir auch möglichst auf Wien beschränkt halten, also wenn du momentan in Wien wohnst oder aus Wien kommst verlinken wir dich gerne.

Danke für's lesen,
Liebe Grüße, N-Vienne ;)