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Samstag, 7. Mai 2011

Stadtbahnbögen

Heute ist mal wieder Samstag und die Frage nach dem Lokal in das man gehen will (wenn man das Haus überhaupt verlassen will und nicht zu einer ultra-coolen Party eingeladen ist) stellt sich einem/r.

Nun gibt es diese Lokale zwischen den U6 Stationen Alserstrasse und Thaliastrasse …
Die Lage ist ausgezeichnet, direkt am Gürtel, leicht erreichbar etc. (mehr fällt mir hier eigentlich nicht ein).
Ich möchte mich eigentlich auf 3 Lokale beschränken, die da wären B72, Chelsea und Rhiz. Für den Connoisseur vermutlich durchaus unterschiedliche Lokale mit ganz eigenem Flair, Charme, Stil und daher auch unterschiedlichem Publikum. Für mich sind alle gleich.
Letzes Wochenende habe ich es im Selbstversuch gewagt die genannten Lokale selbst zu besuchen.
Das klingt jetzt total hochgestochen … das Spiel war in jedes Lokal zu gehen, ein Getränk zu konsumieren, Leute abchecken, Musik abchecken, möglichst viel Lästern und weiter. Dann wieder zurück. Dann wieder zurück. Ein endloser Kreis der im Café Concerto (Lärchenfeldergürtel) sein Ende nahm.

Also meine Beobachtungen:
Gesoffen wird in allen Lokalen über die Maße, gestunken und gebaggert auch. Die Musik ist, mit leichten, dezenten Variationen, überall ziemlich gleich (ob gut oder schlecht, das war bei jedem Besuch anders).
Die Leute sind eher entsetzlich. Unglaublich uninteressant, selbstverliebt und oberflächlich.
Natürlich darf man sich keine tiefgründigen Gespräche in einem Gürtelbogenlokal erwarten (ich erwarte mir ja nicht einmal ein Mindestmaß an Höflichkeit), aber derartige Lulli-Gesichter und Zombie-Existenzen sind schon eher was für Gruselfilme als für eine Samstag-Nacht-Realtität.

Das Spiel war trotzdem lustig und die Bögen bieten eine interessante Architektur.

PS: Konzerte sind natürlich eine Ausnahme … da gelten keine normalen Ausgeh-Regeln.

Donnerstag, 31. März 2011

Das Einhorn

Joanelligasse 7, 1060 Wien (U3 Neubaugasse, U4 Kettenbrückengasse oder 13A, 14A, 59A) LINK

Zum ersten Mal war ich im Einhorn vor etwa … 2-3 Jahren. I, eine Freundin von der Uni hat mich in dieses Lokal gebracht – vollkommen entsetzt, dass ich es noch nicht gekannt habe. Und so waren wir Samstag abends dort und ich hab einen Saft nach dem anderen getrunken und sie hat ein Bier nach dem anderen getrunken und wir haben Kette geraucht und die Welt verstanden.
Der Kellner hat mich damals etwas belustigt angesehen als ich einen Saft bestellt habe – passt ja auch wirklich nicht in dieses Lokal und zu Samstag Abend.
Seit diesem Tag weiß ich wo das Einhorn ist und habe mich in die wunderbare Tapete und die angenehme Stimmung dort verliebt.
Die anderen Gäste sind meist sehr okay, sehr interessant, sehr witzig. Die Musik ist gut (!) und die Kellner bzw. Typen hinter der Bar sind auch sehr okay.

Vor kurzem hat M dort seinen Geburtstag gefeiert und ein ganzes Picknick ins Einhorn mitgebracht. Leider bin ich direkt von einer anderen Geburtstagsfeier, mit Burger essen und  4-5 verschiedene Desserts (ich musste alle probieren), gekommen …

Bild von Google-Suche/Flickr. 

Mittwoch, 2. März 2011

Café Europa

EUROPA – Zollergasse 8, 1070 Wien (5-10 Minuten von U3 Neubaugasse oder 13A) LINK


Das Café Europa ist offenbar (stellt sich in Gesprächen immer wieder heraus) relativ umstritten. Ist es jetzt "cool" oder "total scheiße" oder "geht so"? Man wird sehr oft abgestempelt und in eine Schublade gesteckt wenn man jemandem vorschlägt sich dort zu treffen.
"Weil dort gehen ja nur die "Bobos" hin." In Wien sind Bobos relativ junge, gut-verdienende Individuen aus einer bürgerlichen Familie, die aber politisch linke Tendenzen haben. Man könnte auch sagen Werber, Ökos, Kreative … aber das ginge zu weit. Besondere Merkmale: Fahrrad, Schal (immer), mittel-teures Gewand. Eigentlich nicht so schlimm also. Irgendwie. Es will halt niemand dazugehören zu dieser Gruppe.

Wie auch immer … das Café Europa ist also ein Sammelpool (neben dem Brunnenmarkt und dem Naschmarkt) für derartige Individuen und deshalb möchte niemand zugeben, dass er/sie das Lokal eigentlich mag.
Also ich mag es.
Das Sonntagsbuffet (~11€) ist hervorragend ausgestattet mit Käse, Wurst, Salaten, frischem Gemüse und Obst, Joghurt und Müslis und verschiedenen Broten. Unter der Woche kostet das Frühstück, je nach Wahl, zwischen 4,50€ und 8,30€.
Kaffee ist gut und der Preis durchschnittlich – Melange 2,60€, Milchkaffee 2,80€. 
Sehr empfehlen kann ich die Limonana um 3,80€  – Getränk aus Zitrone, Zucker und Minze, eigentlich ein Virgin-Cocktail.

Sehr empfehlen kann ich auch das Baguette mit gebratener Hühnerbrust um 6,50. Das ist gigantisch groß und so gefüllt mit Inhalt, dass es kaum essbar ist … ich habe nachher immer überall auf meinem Kopf Avokado-Reste aber geschmeckt hat es phantastisch.
Außerdem hat man als Vegetarier auch verschiedene Speisen zur Auswahl und nicht (wie so oft) nur eine – das ist der gute Aspekt von Bobo-Hochburgen.

Unter tags ist es ein angenehmes Café in dem man gemütlich stunden verbringen kann und abends ist es eine bar in der man jede Menge der oben genannten Individuen beobachten kann. Demnach ist es einfach sehr unterhaltsam. Die Kellner sind bisher immer ausgesprochen freundlich gewesen.

Die Musik im Lokal variiert sehr stark … Vormittags war meistens so ganz leise sowas wie Fahrstuhl-Latino-Jazz, Nachmittags ganz unterschiedliche Stile und Abends fetziger eben.

Soviel zum umstrittenen Café Europa.

Bild von der Website des Lokals (siehe Link ganz oben).

Donnerstag, 20. August 2009

Albertgasse 39 = bar + kitch'n

Albertgasse 39, 1080 Wien (U6, 2, 5, 33 und 13a) LINK

Der Grund für mein erscheinen war eine Geburtstagsfeier. Ich habe dieses Lokal noch nie wahrgenommen und das hätte sich vermutlich auch nicht geändert wenn nicht diese sms gekommen wäre. Eigentlich ist das nicht so der Lokaltyp den ich mag, aber…

Es gibt draussen wirklich nette Sitzplätze an einer kaum befahrenen Strasse, aber wir sind leider drinnen im hinteren Eck gesessen. Dort im Eck gibt es Sofas und es ist eher Chill-out angesagt. Die Decke und die hintere Wand sind mit einem Stoff behängt und man hat ein bisschen ein Himmelbett- bzw. Hilfe-ich-werde-erdrückt-Gefühl. Ich muss zugeben, mehr als dieses Eck und die Toilette habe ich vom Lokal eigentlich nicht gesehen.
Ist es ein Restaurant oder eine Bar? Ich weiß es nicht. Beides glaube ich – oben Restaurant und unten Bar.

Die Cocktails sind ausgezeichnet (schön süss!) und der Kaffee ist, laut R., auch gut.
Kaffee kostet 2,50€, Tee kostet 3,30€, Bier kostet 2,70-3,50€, Caipirinha kostet 6,80€ und so Wodka mit Geschmack kostet 7€. Antialkoholische Cocktails waren super geil – an Lond Distance Runner und Coconut Banana kann ich mich noch erinnern. Vorsicht! Wer keine Ananas mag hat keine sehr große Auswahl.

Ich hatte ein bisschen Hunger und hab' mir deshalb Gemüsesticks mit Dip bestellt. Das sind Karotten, Paprika, Gurke und Stangensellerie mit Joghurt-Kräuterdip. Zuerst ist mir die Portion wenig vorgekommen, aber hey diese Sticks waren 10cm lang und es gab viiiiiele davon! Nur hätte ich mehr Joghurtdip gebraucht, aber egal! Gekostet hat der Gemüsespaß 3,70, was eigentlich okay war.Desserts gibt es bisher auf der Karte kaum welche – nur 2 und die sind teuer.

Ein bisschen erinnert es mich an das Cuadro. Aber erst im nachhinein.
Die Musik war übrigens schlecht aber das Klo war grün.

von N

Fotos von der Lokal Homepage.

Sonntag, 28. Juni 2009

Café Restaurant Halle – Das Museumsquartier Part3

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquarti
er oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen) LINK MQ

Café Halle LINK

Die/das Halle. Man weiß es nicht.
Das Café Halle ist auch eines der trendy Kaffeehäuser im MQ. Es ist über der Kunsthalle – daher der Name – bzw. oben bei der Stiege neben dem MuMoK.
Eigentlich gehe ich dort nicht so oft hin. Ich kann garnicht genau sagen wieso… Irgendwie ist es mir meistens zu voll mit zu eigenartigen/eingebildeten Leute. Obwohl… hin und wieder bin ich trotzdem dort.
Ich war ein paar mal mit Kittynn frühstücken. Der Vorteil am Frühstück ist – es kostet 6,50–9,80€ und man kriegt es bis 16:00 Uhr. Und ich LIEBE Frühstück. Das letzte Mal habe ich kein richtiges Frühstück gegessen sondern "nur" eine Eierspeise mit Rucola und Kürbiskernen um ca. 5€. Bisher wenn ich dort gefrühstückt habe, hat es mir meistens(immer) geschmeckt und satt war ich nachher auch.
Einmal hab ich so einen Schafkäsesalat gegessen, der war unglaublich gut. Mittagsmenüs gibt es dort auch: Ein vegetarisches um 6,80€ und eines mit Fleisch um 8,50€. Die Desserts kosten zwischen 2€ und 5,60€. Den Schokokuchen kann ich wirklich empfehlen!

Unsere Messlatte für Kaffee ist meistens die Melange. Kostet eine Melange über 3€ ist es teuer, kostet sie zwischen 2,70 und 3€ ist es für die inneren Bezirke relativ normal. Im/in der Halle kostet eine Melange 2,80€. Ein kleiner Espresso kostet 2,10€ und eine Café Latte 3,50€. Tee kostet 3,20€ – ich finde das ist teuer, auch wenn dieser Preis in Wien normal ist – und eine heiße Schokolade kostet 3,50€ – teuer! siehe Tee.
Sehr empfehlen kann ich die Ingwerlimonade (hausgemacht) um 4,20€ für 0,5l. Schmeckt wirklich erfrischend und wird in einer tollen Karaffe serviert. Das wirkt dann gleich so edel. Wow. Unbedingt merken für den nächsten heißen Tag.
Für die Abendbesucher ein großes Bier kostet (zumindest oben im Restaurant/Café) 3,80.

Das mit dieser Ingwerlimonade ist jetzt modern kommt mir vor – überall wo man hingeht gibt es "hausgemachte" Ingwerlimonade. Manchmal mit Zitrone, Honig und Minze und manchmal ohne und manchmal warm und dann wieder kalt. Diese Entwicklung finde ich äußerst interessant. Ich mache das nämlich auch zuhause… Da schneide ich einfach eine Zitrone und ein daumengroßes Stück Ingwer in Scheiben und nehme einen Zweig Minze, gieße das ganze mit 1l heißem Wasser auf und dann kommt noch Honig dazu. Und wenn's draußen heiß ist gibt's das ganze ohne Honig und mit kaltem Wasser. Kann man mehrmals aufgießen!

von N.

Montag, 8. Juni 2009

MQW

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquartier oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen)


(c) Rupert Steiner, MQ E+B GesmbH



Das ist jetzt vielleicht nicht fair und nicht korrekt und nur meine eigene, entsetzte, wütende, aufgebracht, unerhörte, traurige Meinung.

Das MuseumsQuartier stinkt! Es stinkt nach Heuchelei.
Gestern (Sonntag) war ich mit T. in der Nacht spazieren. T. wollte Mango-Lassi also auf zum MQ…
Da stehen wir dann in der Mariahilferstraße vor verschlossenen Türen… HÄ?
Ich kenn' mich nicht aus. Aufklärung: Damit die Bewohner des MQ in der Nacht nicht gestört werden, wurde beschlossen die Eingänge zu schließen. Nicht ALLE Eingänge, sondern nur bestimmte, der Haupteingang ist weiters die ganze Nacht offen und der Eingang Richtung Burggasse auch.
Außerdem ist es untersagt selbstmitgebrachte Getränke dort zu konsumieren. HÄÄÄÄÄ???
Was sind das für Menschen die im MQ wohnen und nicht damit rechnen dass es laut wird/ist?
Und warum sollte ich meine eigenen Getränke nicht mitnehmen und trinken dürfen? Ich darf ja auch am Europaplatz und am Heldenplatz meine eigenen Getränke trinken. Ich darf in den Öffis meine eigenen Getränke trinken.
Das MQ kann mich mal. Das ist so typisch – da wird in Wien etwas richtig tolles aufgebaut, etwas richtig einzigartiges und dann wird es irgendwann eingeschränkt und ist nicht mehr ganz so toll. Dann wird es weiter und weiter eingeschränkt bis es richtig doof ist. Und so geht das weiter. Immer weiter. Weil ein paar Bobos im MQ wohnen…
Dabei war ich immer so stolz auf das MQ :(

von N
P.S. Aufgrund der großen Aufregung meinerseits bitte ich darum wahrscheinliche Rechtschreib- usw. Fehler zu entschuldigen. Danke ;).

Nachtrag: Gerade entdeckt: Standard-Artikel zum Thema! LINK

Dienstag, 31. März 2009

Schikaneder

Margeretenstraße 24, 1040 Wien (Erreichen mit 1, 62 oder Badner Bahn, 59A oder U4 Kettenbrückengasse und 5 min gehen) LINK

Das Schikaneder ist an der Ecke Margaretenstraße/Schikanedergasse. Daher, vermute ich, auch der Namen des Kinos.
Die Straße wiederum ist nach dem ersten Theaterdirektor vom Theater an der Wien – Emanuel Schikaneder (Ende 18. bis Anfang 19. Jahrhundert) – benannt.

Ich kenne das Schikaneder schon länger ohne es wirklich zu kennen. Für mich war es immer der Ort wo eben irgendwelche Freunde oder Bekannten Filmpremieren gefeiert haben. Damit war für mich die Aufgabe des Schikaneder erfüllt. Am Samstag aber hat mich I. wieder dorthin entführt. Ich hab mir noch gedacht – was soll ich denn dort? Ich will garnicht ins Kino. Aber am Samstag war dort nichts was an ein Kino erinnern würde.
Es war einfach eine Bar, eine dreigeteilte Bar. Beim Eingang ist ein heller, beinahe freundlicher Bereich wo man gut sitzen und sich unterhalten kann. Dann gibt es eine Auslage wo die "Schickeria" sitzt ... nein, Spaß ... dort sitzen die Leute eben in der Auslage, was keinesfalls bewertet werden sollte; Denn was sonst tun wenn kein Platz frei ist???
Im hinteren Teil gibt es dann die Bar und (auf der Homepage steht) Lounge. Dort ist dann ein DJ und Musik und es ist dunkel und es stehen viele Leute herum. Dort geht die Party ab.

Ich hatte ein bisschen Zeit die Leute zu beobachten und das war recht witzig. Das Publikum war so (geschätzt) zwischen 20 und 35 und durchgehend gestylt. Selbst die Leute die extra ungestylt aussehen wollten hat man als gestylte ungestylte identifizieren können. Sehr nett anzusehende Individuen. Ich bin mir auch sicher, dass sich mindestens jeder zweite dort als "sehr kreativ" bezeichnet hätte und irgendwas mit Musik, Film, Fotografie o.ä. macht. Ich hab also ganz gut hingepasst.

Am Sonntag habe ich dann N. getroffen und hab ihr von meiner Schikaneder-Erfahrung berichtet und sie hat erzählt, dass sie das Schikaneder auch erst seit kurzem als Lokal kennt. Schade, weil eigentlich ist es dort richtig gemütlich. Die Musik war auch nicht zu aufdringlich im Vorraum/Foyer. Die Leute mit denen ich mich kurz unterhalten habe waren auch okay.

Das ist also eines der Kinos in Wien die nicht nur Kino sind.

von N-Vienne

Freitag, 6. März 2009

Cuadro

Am Margaretenplatz, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse, 12A, 13A, 14A, 59A) LINK

J-Vienne und ich haben gestern unseren Abend im Cuadro verbracht. Geplant war nur was trinken zu gehen… Wie das eben so ist, habe ich noch andere Leute eingeladen und irgendwie kam alles anders.

 















Erstmal muss man wirklich die Augen aufmachen und sich nicht von der Hofgasse nebenan ablenken lassen (die Hofgasse sieht soo hübsch aus), dann findet man das Lokal ganz schnell. Es steht nämlich Cuadro drauf und ist rot beleuchtet. Wenn man reinkommt sieht man die Bar und "The Wall" (wobei das für mich immer noch Pink Floyd vorbehalten ist). "The Wall" ist eine farbige Wand die ihre Farbe wechselt. Wenn man nicht lange dort ist, dann bemerkt man die Veränderung wahrscheinlich kaum.
Getrunken haben wir Soda mit Sirup. Soda kostet 1€; Soda mit Sirup kostet 1,20€. Es gibt verschiedene Sorten, also J. hatte Holunder mit Zitronenmelisse und ich hatte Johannisbeere mit Minze. Man bekommt also ein Glas mit Soda und Strohhalm und dann in einem Extraglas Sirup. Sirup ins Glas, mit dem Strohhalm umrühren und fertig.
Plötzlich haben wir beide Hunger bekommen. Ich hab einen vegetarischen China Burger gegessen (4,70€). Normalerweise bekommt man da so ein Tiefkühl-Gemüselaibchen das nach weniger schmeckt als Papier mit Fett und meistens schlechter. Hier nicht. Das Laibchen war wirklich lecker. Es war plump gesagt asiatisch gewürzt und vor allem war es hausgemacht.
Also Daumenhoch für den ersten guten Veggie-Burger den ich gegessen habe. Nachspeise gab's diesmal eher reduziert – eine Heiße Schoko mit Milchschaum. Das war ein bisschen kompliziert, weil im Cuadro heißen die Heißen Schokis wie die Kaffees abhängig von der Milch. Unverständlich? Also z.B. eine Schoko Latte ist eine Heiße Schoko mit viel Milch, eine Schoko-Capuccino ist mit Milchschaum usw. Gekostet hat der Spaß 3,00€. Die Kaffees und Schokis kosten so zwischen 2,70€ und 3.60€. Desserts kosten zwischen 2,60€ und 4,60€. Das Pärchen das sich gegenseitig mit dem Tiramisu gefüttert hat, hat sehr zufrieden ausgesehen, also sind die Desserts wahrscheinlich lecker.
Wir haben uns diesmal vorgenommen noch einmal zu kommen und das Frühstück zu testen. Es gibt eine große Auswahl und die bis 16:00 Uhr! Essen kann man auch wenn man keine Burger will. Es gibt so Bio-Spaghetti um 7,40€. Es gibt übrigens eine Happy Hour bis 19:00. 
Noch kurz ein Wörtchen zum Örtchen und dann zur Musik. Die Toiletten sind sauber, es gibt aber kein normales von mir geliebtes Klopapier sondern so doofes wo man ein Blatt nach dem anderen aus dem Spender ziehen muss. Die Musik war sehr eigenwillig. Es hat begonnen mit Eminem (JA, wirklich!!!), dann war irgendwann so eine Latino-Jazz-klassische Tänze Phase, dann war wirklich Jazz, dann war wieder Pop. Das war schon ganz interessant.
Um 00:00 Uhr war dann Sperrstunde und der Abend damit beendet.
Im Sommer gibt es (man munkelt) einen Gastgarten der ganz toll sein soll.

von N-Vienne

Dienstag, 17. Februar 2009

Café 7 * Stern


Siebensterngasse 31, 1070 Wien (Erreichbar mit U2/U3 Volkstheater, U3 Neubaugasse, 49 Straßenbahn) Link

Hier soll's jetzt um das ehemalige KPÖ-Lokal gehen. Links ist es immer noch, KPÖ ist es nicht mehr. Eher versteht sich das 7Stern als Kulturzentrum. Find' ich gut.

Zum ersten Mal war ich im 7Stern nachdem im Kamera Club Gay Night war und das bei den Männern in der Runde nicht soo gut angekommen ist. War trotzdem noch ein netter Abend.
Es gibt dort einen separaten Raum in dem Parties gefeiert, Vorträge und Lesungen gehalten werden und was weiß ich was noch alles. Einige meiner Professoren an der Uni haben dort ihre Bücher vorgestellt. 
Wie gesagt – Kulturzentrum :).
Die Leute dort sind sehr nett. Ganz begeistert war ich von der Kellnerin. Als ich nämlich nach Zigaretten gefragt habe, hat sie mir die Trafik mit Automaten auf der anderen Straßenseite empfohlen, weil bei ihnen die Zigaretten 5€ kosten. Sehr nett! Dafür habe ich ein Bier mehr getrunken als eigentlich notwendig gewesen wäre.
Das Café öffnet um 4 Uhr nachmittags und schließt um 2 Uhr morgens obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass wir länger dort waren. Sonntag ist auf jeden Fall Ruhetag.
Soweit ich mich erinnern kann sind die Preise ganz okay. Aber man hat mir weitergeholfen: Kittynn hat Thunfisch-Baguettes gegessen, das waren 3 kleine Baguettes mit Thunfisch und Zwiebel um 3,60€ und Weiße Spritzer getrunken um je 2,20€.
Die Leute dort sind meisten nett. Besonders lustig ist es, wenn im separaten Raum private Parties stattfinden und die schrägen Leute (mit manchmal unglaublich eigenartigem Gewand) herumlaufen. Das einzig doofe bei diesen Parties ist, dass die Musik sehr laut ist und jedes Mal wenn einer aus dem Raum kommt fetzt es einem die Ohren weg – wie die das da drinnen aushalten?! Sonst ist die Musik aber ganz angenehm. 
Die Toiletten sind ganz okay – ich hab immer diesen Uni-Vergleich und dort ist es ja teilweise wirklich schrecklich, aber so ist es dort definitiv nicht! Ich will mir aber nicht vorstellen wie das noch zu KPÖ-Zeiten war… Soweit so gut. Man kann sich dort ganz gut unterhalten, Leute kennen lernen und auch betrinken.

N-Vienne (inzwischen wieder nüchtern)

Sonntag, 8. Februar 2009

Fluc

Praterstern 5, 1020 Wien (U1/U2 Praterstern) Link

Mitten vor dem Riesenrad

Das Fluc bzw. die Fluc Wanne befindet sich direkt bei der U-Bahn/S-Bahn-Station Praterstern. Die zwielichtige Geschichte dieser Station und der Gegend in Praternähe spiegeln sich trotz des Umbaus der Station selbst noch in den umliegenden Lokalen wieder. Das Fluc ist eines dieser Relikte aus jener Zeit. Ein kleines zweistöckiges Gebäude, das von einem weißen Zaun umgeben ist, weckt beim ersten Anblick vielleicht nicht das Bedürfnis einfach reinzugehen um sich zu amüsieren, aber der Schein trügt. 

Die Türsteher am Eingang des Zaunes begrüßen die Gäste freundlich und es kommt ein Gefühl der Vertrautheit auf. Geht man dann weiter in den oberen Bereich des Gebäudes auf Straßenlevel wird man von einem kleinen Raum mit Bar, Bühne und Wuzeltisch begrüßt. Oft finden hier kleine Konzerte von noch nicht so bekannten Bands statt, die den Raum dann bis zum Bersten füllen. Das Ambiente ist nett, aber nicht unbedingt als gemütlich zu beschreiben, ein Zeichen über der Bar und über den Eingängen weist auch auf Vorsicht vor Taschendieben hin. Was wieder daran erinnert, wo in Wien man sich eigentlich befindet.

Von Außen kommt man über ein paar Stufen hinunter in die Wanne, eine Halle für Konzerte und DJ-Auftritte, die besonders jenes Publikum anzusprechen scheint, das das Flex schon für zu kommerziell hält. Interessante Visuals gepaart mit der Lagerhallen-Atmosphäre erinnert an alternative Locations aus vergangen Jahrzehnten. Musikalisch gesehen bietet die Wanne besonders Elektronik-Fans (Minimal, D’n’B, ....) ein besonderes Schnäppchen in Wien.

Die Preise sind leider nicht so wie man sie hier erwarten würden, ein Bier um 3,70 plus Einsatz, passt nicht in diese „Heruntergekommene Bude“, jedoch sind die Preise für die Events (DJs Gebrüder Teichmann zum Beispiel 10€) scheinen fair.

Fazit: Wer lieber abseits der kommerziellen Szene seinen Abend genießen will, kommt hier auf seine Kosten. Interessantes Ambiente, gute Musik und ein kommunikatives Publikum, ein Ort wie man ihn in jeder Stadt gerne mal zufällig finden würde.

by J-Vienne

Montag, 26. Januar 2009

DAS Donau

Karl Schwaighofergasse 10, 1070 Wien


Wien’s bestgehütetes Geheimnis

AppleMarkDas Donau ist eines jener Lokale, das man nur findet, wenn man es schon kennt oder jemanden bei sich hat der es kennt. Wer nicht dieses Glück hat wird vermutlich einige Male an der unscheinbaren Eingangtür vorbeilaufen und sich wundern, ob er sich nicht in der Adresse geirrt hat. Dieses Lokal hat nämlich weder ein Schild, das anzeigt, dass sich hier etwas befindet, noch eine sehr einladende Tür, die auf eine interessante Lokation hindeutet. Einzig und allein die tiefen Bassklänge könnten dies andeuten. Die Tür sieht aus wie die einer verlassenen Lagerhalle und die Fenster sind verriegelt, kein einladendes Plätzchen also um den Abend zu verbringen???

Falsch gedacht! Was sich so gut versteckt, kann nur ein Geheimtipp sein und so ist es auch beim Donau! Eine ehemalige Synagoge wurde hier zu einem Unterground-Elektronik-Schuppen umfunktioniert, der regelmäßig DJs aus der Szene hosted. Die Musik läuft hier jedoch nicht ganz als Hauptattraktion ab, ist aber auch nicht nur für den Hintergrund gedacht, viel mehr trägt sie ganz speziell zu der Atmosphäre des Lokals bei. Ein anderes Merkmal des Donau sind die Visuals, die täglich wechseln! Hierbei werden verschiedenste Motive an die Wand projeziert (die angemerkt, ohne diese Visuals wirklich wie eine abgefuckte Lagerhalle wirken würde) und legen alles in ein dunkles Zwielicht, das die Möglichkeit bietet im privaten Kreis der Freunde zu bleiben. Sitzgelegenheiten gibt es viele, besonders die alten Kinosessel an den Wänden sind sehr bequem und bieten dunkle Ecken zum Verstecken. In der Mitte befindet sich die Bar, bei der es regelmäßig zur Happy Hour (meist in der ersten Stunde nach Öffnung) die gut gemischten Cocktails zum halben Preis gibt! Allgemein sind die Getränkepreise jedoch auf das studentische Publikum angepasst und laden zu feucht-fröhlichen Abenden ein. Für das Leibliche wohl gibt es im Lokal selbst eine Wiener Würstlbude mit Käsekrainer und Frankfurter und einem richtigen Würstlstandlverkäufer. Das Personal ist hier im allgemeinen freundlich und so gut wie immer für Small Talk zu haben.

Sehenswert sind auf jeden Fall noch die Toiletten! Wir können zwar nur von den Damentoiletten sprechen, aber diese sind mit interessanten graphischen Designs von Decke bis Boden bemalt und sind vor allem bei höherem Alkoholpegel ein besonders surreales Erlebnis.

Fazit: Das Donau bietet einen interessanten Abend mit Freunden und spricht bestimmt jeden Kunst und Musikliebhaber an. Unbedingt einmal Anschauen!

gepostet von J-Vienne

Mittwoch, 14. Januar 2009

Crossfield's Australian Pub

Maysedergasse 5, 1010 Wien (U1, U2, U3, U4 und div. Straßenbahnen; Fußweg 5-10 Minuten) LINK

















Gestern waren wir mal wieder im Crossfield's. Bevor wir uns "Australia" im Kino angesehen haben.
Das Pub ist sehr gut zu erreichen über die U-Bahn Station Karlsplatz, Ausgang Oper. Oder vom Stephansplatz aus, zufuß die Kärtnerstraße runter (dauert ca. 10 Minuten) - Richtung Oper.
Die Bedienung ist meistens sehr nett und spricht fast immer ausschließlich Englisch. Gestern war ich ganz verblüfft als der Kellner Deutsch gesprochen hat.
Das Essen (soweit wir das schon probiert haben) war immer ganz gut, wir kommen aber meistens eher zum trinken, weil die Preise doch manchmal erschreckend sind. Sehr zu empfehlen ist der Apple Pie mit Vanilleeis. Ist ein bisschen viel für eine Person und auch relativ teuer, aber er ist sein Geld wert.
Die Auswahl an Bieren ist auch nicht schlecht. Gestern haben E. und K. Snakebites (ich hoffe das schreibt man so) getrunken ... 5,20€ - war aber auch ein großes Glas und unglaublich süß. Snakebite ist eine Mischung aus Saft, Strongbow Cider und Bier.
Ganz toll ist die Deko im Keller - ein lebensgroßes Krokodil an einer Wand und ein Raum im Bergwerkstil. Außerdem stehen E. und K. total auf den Dyson Händetrockner am Klo. Zum Thema Raucher//Nichtraucher - also es gibt schon getrennte Bereiche, aber nicht wirklich weit voneinander entfernt, also wer ganz strikter Passivrauch-Vermeider ist, der ist hier wohl nicht so glücklich.
LG N-Vienne



Noch eine kleine Anmerkung:
Jeder, der sich etwas mit Australien auskennt, wird beim Betrachten der Speisekarte ziemlich verblüfft sein. Hier gibt es nämlich auch Kängurus, Grashüpfer und Emus zu essen... 1) Grashüpfer ist kein Australier, außer sein Leben hinge davon ab 2) Emus kommen ursprünglich aus Südafrika, in Australien sind es Strauße, übrigens ist der Vogelstrauß, neben dem Känguru, das Nationaltier Australiens!! Wer das wohl auf die Karte geschrieben hat?? *gg*
J-Vienne