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Donnerstag, 31. März 2011

Das Einhorn

Joanelligasse 7, 1060 Wien (U3 Neubaugasse, U4 Kettenbrückengasse oder 13A, 14A, 59A) LINK

Zum ersten Mal war ich im Einhorn vor etwa … 2-3 Jahren. I, eine Freundin von der Uni hat mich in dieses Lokal gebracht – vollkommen entsetzt, dass ich es noch nicht gekannt habe. Und so waren wir Samstag abends dort und ich hab einen Saft nach dem anderen getrunken und sie hat ein Bier nach dem anderen getrunken und wir haben Kette geraucht und die Welt verstanden.
Der Kellner hat mich damals etwas belustigt angesehen als ich einen Saft bestellt habe – passt ja auch wirklich nicht in dieses Lokal und zu Samstag Abend.
Seit diesem Tag weiß ich wo das Einhorn ist und habe mich in die wunderbare Tapete und die angenehme Stimmung dort verliebt.
Die anderen Gäste sind meist sehr okay, sehr interessant, sehr witzig. Die Musik ist gut (!) und die Kellner bzw. Typen hinter der Bar sind auch sehr okay.

Vor kurzem hat M dort seinen Geburtstag gefeiert und ein ganzes Picknick ins Einhorn mitgebracht. Leider bin ich direkt von einer anderen Geburtstagsfeier, mit Burger essen und  4-5 verschiedene Desserts (ich musste alle probieren), gekommen …

Bild von Google-Suche/Flickr. 

Mittwoch, 2. März 2011

Café Europa

EUROPA – Zollergasse 8, 1070 Wien (5-10 Minuten von U3 Neubaugasse oder 13A) LINK


Das Café Europa ist offenbar (stellt sich in Gesprächen immer wieder heraus) relativ umstritten. Ist es jetzt "cool" oder "total scheiße" oder "geht so"? Man wird sehr oft abgestempelt und in eine Schublade gesteckt wenn man jemandem vorschlägt sich dort zu treffen.
"Weil dort gehen ja nur die "Bobos" hin." In Wien sind Bobos relativ junge, gut-verdienende Individuen aus einer bürgerlichen Familie, die aber politisch linke Tendenzen haben. Man könnte auch sagen Werber, Ökos, Kreative … aber das ginge zu weit. Besondere Merkmale: Fahrrad, Schal (immer), mittel-teures Gewand. Eigentlich nicht so schlimm also. Irgendwie. Es will halt niemand dazugehören zu dieser Gruppe.

Wie auch immer … das Café Europa ist also ein Sammelpool (neben dem Brunnenmarkt und dem Naschmarkt) für derartige Individuen und deshalb möchte niemand zugeben, dass er/sie das Lokal eigentlich mag.
Also ich mag es.
Das Sonntagsbuffet (~11€) ist hervorragend ausgestattet mit Käse, Wurst, Salaten, frischem Gemüse und Obst, Joghurt und Müslis und verschiedenen Broten. Unter der Woche kostet das Frühstück, je nach Wahl, zwischen 4,50€ und 8,30€.
Kaffee ist gut und der Preis durchschnittlich – Melange 2,60€, Milchkaffee 2,80€. 
Sehr empfehlen kann ich die Limonana um 3,80€  – Getränk aus Zitrone, Zucker und Minze, eigentlich ein Virgin-Cocktail.

Sehr empfehlen kann ich auch das Baguette mit gebratener Hühnerbrust um 6,50. Das ist gigantisch groß und so gefüllt mit Inhalt, dass es kaum essbar ist … ich habe nachher immer überall auf meinem Kopf Avokado-Reste aber geschmeckt hat es phantastisch.
Außerdem hat man als Vegetarier auch verschiedene Speisen zur Auswahl und nicht (wie so oft) nur eine – das ist der gute Aspekt von Bobo-Hochburgen.

Unter tags ist es ein angenehmes Café in dem man gemütlich stunden verbringen kann und abends ist es eine bar in der man jede Menge der oben genannten Individuen beobachten kann. Demnach ist es einfach sehr unterhaltsam. Die Kellner sind bisher immer ausgesprochen freundlich gewesen.

Die Musik im Lokal variiert sehr stark … Vormittags war meistens so ganz leise sowas wie Fahrstuhl-Latino-Jazz, Nachmittags ganz unterschiedliche Stile und Abends fetziger eben.

Soviel zum umstrittenen Café Europa.

Bild von der Website des Lokals (siehe Link ganz oben).

Sonntag, 28. Juni 2009

Café Restaurant Halle – Das Museumsquartier Part3

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquarti
er oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen) LINK MQ

Café Halle LINK

Die/das Halle. Man weiß es nicht.
Das Café Halle ist auch eines der trendy Kaffeehäuser im MQ. Es ist über der Kunsthalle – daher der Name – bzw. oben bei der Stiege neben dem MuMoK.
Eigentlich gehe ich dort nicht so oft hin. Ich kann garnicht genau sagen wieso… Irgendwie ist es mir meistens zu voll mit zu eigenartigen/eingebildeten Leute. Obwohl… hin und wieder bin ich trotzdem dort.
Ich war ein paar mal mit Kittynn frühstücken. Der Vorteil am Frühstück ist – es kostet 6,50–9,80€ und man kriegt es bis 16:00 Uhr. Und ich LIEBE Frühstück. Das letzte Mal habe ich kein richtiges Frühstück gegessen sondern "nur" eine Eierspeise mit Rucola und Kürbiskernen um ca. 5€. Bisher wenn ich dort gefrühstückt habe, hat es mir meistens(immer) geschmeckt und satt war ich nachher auch.
Einmal hab ich so einen Schafkäsesalat gegessen, der war unglaublich gut. Mittagsmenüs gibt es dort auch: Ein vegetarisches um 6,80€ und eines mit Fleisch um 8,50€. Die Desserts kosten zwischen 2€ und 5,60€. Den Schokokuchen kann ich wirklich empfehlen!

Unsere Messlatte für Kaffee ist meistens die Melange. Kostet eine Melange über 3€ ist es teuer, kostet sie zwischen 2,70 und 3€ ist es für die inneren Bezirke relativ normal. Im/in der Halle kostet eine Melange 2,80€. Ein kleiner Espresso kostet 2,10€ und eine Café Latte 3,50€. Tee kostet 3,20€ – ich finde das ist teuer, auch wenn dieser Preis in Wien normal ist – und eine heiße Schokolade kostet 3,50€ – teuer! siehe Tee.
Sehr empfehlen kann ich die Ingwerlimonade (hausgemacht) um 4,20€ für 0,5l. Schmeckt wirklich erfrischend und wird in einer tollen Karaffe serviert. Das wirkt dann gleich so edel. Wow. Unbedingt merken für den nächsten heißen Tag.
Für die Abendbesucher ein großes Bier kostet (zumindest oben im Restaurant/Café) 3,80.

Das mit dieser Ingwerlimonade ist jetzt modern kommt mir vor – überall wo man hingeht gibt es "hausgemachte" Ingwerlimonade. Manchmal mit Zitrone, Honig und Minze und manchmal ohne und manchmal warm und dann wieder kalt. Diese Entwicklung finde ich äußerst interessant. Ich mache das nämlich auch zuhause… Da schneide ich einfach eine Zitrone und ein daumengroßes Stück Ingwer in Scheiben und nehme einen Zweig Minze, gieße das ganze mit 1l heißem Wasser auf und dann kommt noch Honig dazu. Und wenn's draußen heiß ist gibt's das ganze ohne Honig und mit kaltem Wasser. Kann man mehrmals aufgießen!

von N.

Montag, 8. Juni 2009

MQW

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquartier oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen)


(c) Rupert Steiner, MQ E+B GesmbH



Das ist jetzt vielleicht nicht fair und nicht korrekt und nur meine eigene, entsetzte, wütende, aufgebracht, unerhörte, traurige Meinung.

Das MuseumsQuartier stinkt! Es stinkt nach Heuchelei.
Gestern (Sonntag) war ich mit T. in der Nacht spazieren. T. wollte Mango-Lassi also auf zum MQ…
Da stehen wir dann in der Mariahilferstraße vor verschlossenen Türen… HÄ?
Ich kenn' mich nicht aus. Aufklärung: Damit die Bewohner des MQ in der Nacht nicht gestört werden, wurde beschlossen die Eingänge zu schließen. Nicht ALLE Eingänge, sondern nur bestimmte, der Haupteingang ist weiters die ganze Nacht offen und der Eingang Richtung Burggasse auch.
Außerdem ist es untersagt selbstmitgebrachte Getränke dort zu konsumieren. HÄÄÄÄÄ???
Was sind das für Menschen die im MQ wohnen und nicht damit rechnen dass es laut wird/ist?
Und warum sollte ich meine eigenen Getränke nicht mitnehmen und trinken dürfen? Ich darf ja auch am Europaplatz und am Heldenplatz meine eigenen Getränke trinken. Ich darf in den Öffis meine eigenen Getränke trinken.
Das MQ kann mich mal. Das ist so typisch – da wird in Wien etwas richtig tolles aufgebaut, etwas richtig einzigartiges und dann wird es irgendwann eingeschränkt und ist nicht mehr ganz so toll. Dann wird es weiter und weiter eingeschränkt bis es richtig doof ist. Und so geht das weiter. Immer weiter. Weil ein paar Bobos im MQ wohnen…
Dabei war ich immer so stolz auf das MQ :(

von N
P.S. Aufgrund der großen Aufregung meinerseits bitte ich darum wahrscheinliche Rechtschreib- usw. Fehler zu entschuldigen. Danke ;).

Nachtrag: Gerade entdeckt: Standard-Artikel zum Thema! LINK

Montag, 20. April 2009

Votiv Café

Reichratsstraße 17, 1010 Wien (U2 Schottentor/Universität, D, 1, 37, 40, 41, 42, 43, 44 und 1A) LINK



Ich gehe sehr oft am Votiv Café vorbei. Vor einiger Zeit war ich zum ersten Mal drinnen und seitdem (Recherche) immer wieder mit unterschiedlichen Leuten. Optisch ist es sehr aufgeräumt, sehr glatt und sehr modern.
Die Speisekarte (kann man sich auf der Homepage genauer ansehen) ist auch nicht schlecht – es gibt viele Desserts und wenn es die gibt ist beinahe alles gut. Die Preise sind okay. Der Kaffee schmeckt gut (zumindest der Café Latte Macchiato um 2,80€ mit viiiiiel Zucker). Eigentlich sollte man meinen, dass es sich also um ein tolles Kaffeehaus handelt. Finde ich aber nicht.
Es hat keinen Charme, es hat keine Persönlichkeit. Das Votiv Café rühmt sich damit eines der ältesten Kaffeehäuser Wiens zu sein, aber DAS MERKT MAN NICHT! Es hat seine Geschichte abgelegt und dadurch (vermute ich, vielleicht war es ja auch schon immer so) einfach an Charakter verloren. Die Kellner (sorry) wirken auf mich wie die ärgsten **********. Zumindest wirken sie genauso charakterlos wie das Café selbst und unfreundlich auch. Ein Ärgernis. Trotz alldem hätte das Café rein optisch (von außen) potential ein Lieblingscafé zu sein. Wenn man genug verändert und das Personal austauscht und die Sessel nicht aussehen wie neu – so dass man Angst hat sich hinzusetzen. Vielleicht wird das noch. Eines Tages… in ferner Zukunft.

Die meisten Leute die man hier antrifft sind Studenten. Es liegt ja auch zwischen NIG und Hauptuni. Es ist auch, dank der ausgezeichneten Lage und weil die Preise passen, unglaublich gut besucht.

Für einen kleinen Snack zwischendurch kann man sich den American Burger (4,50€) bestellen, der wurde von E. vorgekostet und (von mir – Mitkosterin) für gut befunden.

N.

********** bitte Einfügen was ihr wollt, die Sternchen sind nicht abgezählt, ich wollte bloß nicht ausfallend werden…

Dienstag, 31. März 2009

Schikaneder

Margeretenstraße 24, 1040 Wien (Erreichen mit 1, 62 oder Badner Bahn, 59A oder U4 Kettenbrückengasse und 5 min gehen) LINK

Das Schikaneder ist an der Ecke Margaretenstraße/Schikanedergasse. Daher, vermute ich, auch der Namen des Kinos.
Die Straße wiederum ist nach dem ersten Theaterdirektor vom Theater an der Wien – Emanuel Schikaneder (Ende 18. bis Anfang 19. Jahrhundert) – benannt.

Ich kenne das Schikaneder schon länger ohne es wirklich zu kennen. Für mich war es immer der Ort wo eben irgendwelche Freunde oder Bekannten Filmpremieren gefeiert haben. Damit war für mich die Aufgabe des Schikaneder erfüllt. Am Samstag aber hat mich I. wieder dorthin entführt. Ich hab mir noch gedacht – was soll ich denn dort? Ich will garnicht ins Kino. Aber am Samstag war dort nichts was an ein Kino erinnern würde.
Es war einfach eine Bar, eine dreigeteilte Bar. Beim Eingang ist ein heller, beinahe freundlicher Bereich wo man gut sitzen und sich unterhalten kann. Dann gibt es eine Auslage wo die "Schickeria" sitzt ... nein, Spaß ... dort sitzen die Leute eben in der Auslage, was keinesfalls bewertet werden sollte; Denn was sonst tun wenn kein Platz frei ist???
Im hinteren Teil gibt es dann die Bar und (auf der Homepage steht) Lounge. Dort ist dann ein DJ und Musik und es ist dunkel und es stehen viele Leute herum. Dort geht die Party ab.

Ich hatte ein bisschen Zeit die Leute zu beobachten und das war recht witzig. Das Publikum war so (geschätzt) zwischen 20 und 35 und durchgehend gestylt. Selbst die Leute die extra ungestylt aussehen wollten hat man als gestylte ungestylte identifizieren können. Sehr nett anzusehende Individuen. Ich bin mir auch sicher, dass sich mindestens jeder zweite dort als "sehr kreativ" bezeichnet hätte und irgendwas mit Musik, Film, Fotografie o.ä. macht. Ich hab also ganz gut hingepasst.

Am Sonntag habe ich dann N. getroffen und hab ihr von meiner Schikaneder-Erfahrung berichtet und sie hat erzählt, dass sie das Schikaneder auch erst seit kurzem als Lokal kennt. Schade, weil eigentlich ist es dort richtig gemütlich. Die Musik war auch nicht zu aufdringlich im Vorraum/Foyer. Die Leute mit denen ich mich kurz unterhalten habe waren auch okay.

Das ist also eines der Kinos in Wien die nicht nur Kino sind.

von N-Vienne

Freitag, 6. März 2009

Cuadro

Am Margaretenplatz, 1050 Wien (U4 Pilgramgasse, 12A, 13A, 14A, 59A) LINK

J-Vienne und ich haben gestern unseren Abend im Cuadro verbracht. Geplant war nur was trinken zu gehen… Wie das eben so ist, habe ich noch andere Leute eingeladen und irgendwie kam alles anders.

 















Erstmal muss man wirklich die Augen aufmachen und sich nicht von der Hofgasse nebenan ablenken lassen (die Hofgasse sieht soo hübsch aus), dann findet man das Lokal ganz schnell. Es steht nämlich Cuadro drauf und ist rot beleuchtet. Wenn man reinkommt sieht man die Bar und "The Wall" (wobei das für mich immer noch Pink Floyd vorbehalten ist). "The Wall" ist eine farbige Wand die ihre Farbe wechselt. Wenn man nicht lange dort ist, dann bemerkt man die Veränderung wahrscheinlich kaum.
Getrunken haben wir Soda mit Sirup. Soda kostet 1€; Soda mit Sirup kostet 1,20€. Es gibt verschiedene Sorten, also J. hatte Holunder mit Zitronenmelisse und ich hatte Johannisbeere mit Minze. Man bekommt also ein Glas mit Soda und Strohhalm und dann in einem Extraglas Sirup. Sirup ins Glas, mit dem Strohhalm umrühren und fertig.
Plötzlich haben wir beide Hunger bekommen. Ich hab einen vegetarischen China Burger gegessen (4,70€). Normalerweise bekommt man da so ein Tiefkühl-Gemüselaibchen das nach weniger schmeckt als Papier mit Fett und meistens schlechter. Hier nicht. Das Laibchen war wirklich lecker. Es war plump gesagt asiatisch gewürzt und vor allem war es hausgemacht.
Also Daumenhoch für den ersten guten Veggie-Burger den ich gegessen habe. Nachspeise gab's diesmal eher reduziert – eine Heiße Schoko mit Milchschaum. Das war ein bisschen kompliziert, weil im Cuadro heißen die Heißen Schokis wie die Kaffees abhängig von der Milch. Unverständlich? Also z.B. eine Schoko Latte ist eine Heiße Schoko mit viel Milch, eine Schoko-Capuccino ist mit Milchschaum usw. Gekostet hat der Spaß 3,00€. Die Kaffees und Schokis kosten so zwischen 2,70€ und 3.60€. Desserts kosten zwischen 2,60€ und 4,60€. Das Pärchen das sich gegenseitig mit dem Tiramisu gefüttert hat, hat sehr zufrieden ausgesehen, also sind die Desserts wahrscheinlich lecker.
Wir haben uns diesmal vorgenommen noch einmal zu kommen und das Frühstück zu testen. Es gibt eine große Auswahl und die bis 16:00 Uhr! Essen kann man auch wenn man keine Burger will. Es gibt so Bio-Spaghetti um 7,40€. Es gibt übrigens eine Happy Hour bis 19:00. 
Noch kurz ein Wörtchen zum Örtchen und dann zur Musik. Die Toiletten sind sauber, es gibt aber kein normales von mir geliebtes Klopapier sondern so doofes wo man ein Blatt nach dem anderen aus dem Spender ziehen muss. Die Musik war sehr eigenwillig. Es hat begonnen mit Eminem (JA, wirklich!!!), dann war irgendwann so eine Latino-Jazz-klassische Tänze Phase, dann war wirklich Jazz, dann war wieder Pop. Das war schon ganz interessant.
Um 00:00 Uhr war dann Sperrstunde und der Abend damit beendet.
Im Sommer gibt es (man munkelt) einen Gastgarten der ganz toll sein soll.

von N-Vienne

Donnerstag, 26. Februar 2009

Phil


Gumpendorferstraße 10-12, 
1060 Wien 
(U2 Museumsquartier, U3 Neubaugasse -> am besten gegenüber vom Leiner runter zur Gumpendorferstraße, da ist es schon an der Ecke) LINK

Parallel zu der wohl am häufigsten besuchten Einkaufsstraße Wiens verläuft die Gumpendorferstraße, die Shoppingflüchtigen mehr als genug Gelegenheiten bietet einen Gang runter zu schalten. Besonders gut dazu eignet sich das Phil! Zugegebenermaßen, hier kann man auch konsumieren, und zwar mehr als in üblichen Cafés, aber eben alles in einer angenehmen Atmosphäre, fast so wie daheim. Das Phil ist ein Ecklokal mit großen Fenstern, durch die man schon von draußen den besonderen Charme ausmachen kann: Retro! Denn in diesem Lokal ist kein Möbelstück wie das andere, alles sieht aus wie ein Sammlerstück vom Flohmarkt und man glaubt es kaum, aber alles gibts zum Verkauf. Lenkt man zum Beispiel seine Aufmerksamkeit zur Decke sieht man eine Sammlung von unterschiedlichsten Lampenschirmen bis Lustern mit freundlichen Preisschildern daran. Wem also der Terrassenstuhl aus den 70igern an Omas Garten erinnert, kann ihn nach nettem Fragen sogar mit nach Hause nehmen.
Sitzt man nun gemütlich am Tisch, kann man sich schon auf die Karte stürzen. Kaffees, Tees, Fruchtsäfte, die üblichen Alkoholika, Frühstück und kleine Snacks, alles ist da und zu einem nachvollziehbaren Preis erhältlich (denkt man an die Preise der Parallelstraße mag dies sogar überraschen). Für Naschkatzen gibts sogar extra Schmankerl: Schokobananen, 3 Stück, auf einem Teller serviert. 
Das ist aber noch lange nicht alles!! Das Phil ist auch gleichzeitig eine Buchhandlung, die sich im ganzen Lokal ausbreitet und in der man nach Herzenlust schmöckern kann. Nebenbei läuft auch noch eine CD, die man gleich kaufen kann, wenn sie einem zusagt! Vinyl und Cds, DVDs und Bücher, hauptsächlich an Kenner des Nicht-ganz-Mainstreams gerichtet. Durchstöbern lohnt sich auf jeden Fall beim Ausverkauf, hier verbergen sich nämlich richtige Schätze! Bedenkt man, dass man das ganze auch gleich mit einem Kaffee verbinden kann, werden sich auch Shoppingmuffel hier wohlfühlen. WirelessLAN gibts für die ganz fleißigen.
Auf dem Weg auf die Toiletten (da kann ich nix negatives sagen) sollte man sich die Zeit nehmen und die Poster und Flyer durchsehen. Das Phil arbeitet nämlich eng mit dem Gartenbaukino zusammen und es gibt immer wieder Hinweise zu besonderen Film- vorführungen, aber auch Konzerten und Theateraufführungen. Live im Phil selbst werden auch immer wieder Lesungen und Auftritte von Musikern abgehalten! Stöbern lohnt sich also!
Noch ein kleiner Tipp für besonders Interessierte: Link
Reinschauen und sich das Video über das Phil anschauen, sehr nett gestaltet und bringt das Phil so rüber wie es ist. Nur wenn man wirklich dort ist, ist es besser! "Schaut's vorbei, es ist für jeden was dabei"

von J-Vienne

Dienstag, 17. Februar 2009

Café 7 * Stern


Siebensterngasse 31, 1070 Wien (Erreichbar mit U2/U3 Volkstheater, U3 Neubaugasse, 49 Straßenbahn) Link

Hier soll's jetzt um das ehemalige KPÖ-Lokal gehen. Links ist es immer noch, KPÖ ist es nicht mehr. Eher versteht sich das 7Stern als Kulturzentrum. Find' ich gut.

Zum ersten Mal war ich im 7Stern nachdem im Kamera Club Gay Night war und das bei den Männern in der Runde nicht soo gut angekommen ist. War trotzdem noch ein netter Abend.
Es gibt dort einen separaten Raum in dem Parties gefeiert, Vorträge und Lesungen gehalten werden und was weiß ich was noch alles. Einige meiner Professoren an der Uni haben dort ihre Bücher vorgestellt. 
Wie gesagt – Kulturzentrum :).
Die Leute dort sind sehr nett. Ganz begeistert war ich von der Kellnerin. Als ich nämlich nach Zigaretten gefragt habe, hat sie mir die Trafik mit Automaten auf der anderen Straßenseite empfohlen, weil bei ihnen die Zigaretten 5€ kosten. Sehr nett! Dafür habe ich ein Bier mehr getrunken als eigentlich notwendig gewesen wäre.
Das Café öffnet um 4 Uhr nachmittags und schließt um 2 Uhr morgens obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass wir länger dort waren. Sonntag ist auf jeden Fall Ruhetag.
Soweit ich mich erinnern kann sind die Preise ganz okay. Aber man hat mir weitergeholfen: Kittynn hat Thunfisch-Baguettes gegessen, das waren 3 kleine Baguettes mit Thunfisch und Zwiebel um 3,60€ und Weiße Spritzer getrunken um je 2,20€.
Die Leute dort sind meisten nett. Besonders lustig ist es, wenn im separaten Raum private Parties stattfinden und die schrägen Leute (mit manchmal unglaublich eigenartigem Gewand) herumlaufen. Das einzig doofe bei diesen Parties ist, dass die Musik sehr laut ist und jedes Mal wenn einer aus dem Raum kommt fetzt es einem die Ohren weg – wie die das da drinnen aushalten?! Sonst ist die Musik aber ganz angenehm. 
Die Toiletten sind ganz okay – ich hab immer diesen Uni-Vergleich und dort ist es ja teilweise wirklich schrecklich, aber so ist es dort definitiv nicht! Ich will mir aber nicht vorstellen wie das noch zu KPÖ-Zeiten war… Soweit so gut. Man kann sich dort ganz gut unterhalten, Leute kennen lernen und auch betrinken.

N-Vienne (inzwischen wieder nüchtern)