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Mittwoch, 21. Januar 2015

Update U-Bahn und Nightline

Weil ich in letzter Zeit öfter das Problem hatte, dass ich mit der Nightline fahren wollte und dann upsi, ist ja Wochenende und da fährt ja die U-Bahn, habe ich beschlossen hier mal das längst überfällige Update zu posten:

Nightline Wochenende


Nightline Werktags



Samstag, 7. Mai 2011

Stadtbahnbögen

Heute ist mal wieder Samstag und die Frage nach dem Lokal in das man gehen will (wenn man das Haus überhaupt verlassen will und nicht zu einer ultra-coolen Party eingeladen ist) stellt sich einem/r.

Nun gibt es diese Lokale zwischen den U6 Stationen Alserstrasse und Thaliastrasse …
Die Lage ist ausgezeichnet, direkt am Gürtel, leicht erreichbar etc. (mehr fällt mir hier eigentlich nicht ein).
Ich möchte mich eigentlich auf 3 Lokale beschränken, die da wären B72, Chelsea und Rhiz. Für den Connoisseur vermutlich durchaus unterschiedliche Lokale mit ganz eigenem Flair, Charme, Stil und daher auch unterschiedlichem Publikum. Für mich sind alle gleich.
Letzes Wochenende habe ich es im Selbstversuch gewagt die genannten Lokale selbst zu besuchen.
Das klingt jetzt total hochgestochen … das Spiel war in jedes Lokal zu gehen, ein Getränk zu konsumieren, Leute abchecken, Musik abchecken, möglichst viel Lästern und weiter. Dann wieder zurück. Dann wieder zurück. Ein endloser Kreis der im Café Concerto (Lärchenfeldergürtel) sein Ende nahm.

Also meine Beobachtungen:
Gesoffen wird in allen Lokalen über die Maße, gestunken und gebaggert auch. Die Musik ist, mit leichten, dezenten Variationen, überall ziemlich gleich (ob gut oder schlecht, das war bei jedem Besuch anders).
Die Leute sind eher entsetzlich. Unglaublich uninteressant, selbstverliebt und oberflächlich.
Natürlich darf man sich keine tiefgründigen Gespräche in einem Gürtelbogenlokal erwarten (ich erwarte mir ja nicht einmal ein Mindestmaß an Höflichkeit), aber derartige Lulli-Gesichter und Zombie-Existenzen sind schon eher was für Gruselfilme als für eine Samstag-Nacht-Realtität.

Das Spiel war trotzdem lustig und die Bögen bieten eine interessante Architektur.

PS: Konzerte sind natürlich eine Ausnahme … da gelten keine normalen Ausgeh-Regeln.

Donnerstag, 31. März 2011

Das Einhorn

Joanelligasse 7, 1060 Wien (U3 Neubaugasse, U4 Kettenbrückengasse oder 13A, 14A, 59A) LINK

Zum ersten Mal war ich im Einhorn vor etwa … 2-3 Jahren. I, eine Freundin von der Uni hat mich in dieses Lokal gebracht – vollkommen entsetzt, dass ich es noch nicht gekannt habe. Und so waren wir Samstag abends dort und ich hab einen Saft nach dem anderen getrunken und sie hat ein Bier nach dem anderen getrunken und wir haben Kette geraucht und die Welt verstanden.
Der Kellner hat mich damals etwas belustigt angesehen als ich einen Saft bestellt habe – passt ja auch wirklich nicht in dieses Lokal und zu Samstag Abend.
Seit diesem Tag weiß ich wo das Einhorn ist und habe mich in die wunderbare Tapete und die angenehme Stimmung dort verliebt.
Die anderen Gäste sind meist sehr okay, sehr interessant, sehr witzig. Die Musik ist gut (!) und die Kellner bzw. Typen hinter der Bar sind auch sehr okay.

Vor kurzem hat M dort seinen Geburtstag gefeiert und ein ganzes Picknick ins Einhorn mitgebracht. Leider bin ich direkt von einer anderen Geburtstagsfeier, mit Burger essen und  4-5 verschiedene Desserts (ich musste alle probieren), gekommen …

Bild von Google-Suche/Flickr. 

Mittwoch, 2. März 2011

Café Europa

EUROPA – Zollergasse 8, 1070 Wien (5-10 Minuten von U3 Neubaugasse oder 13A) LINK


Das Café Europa ist offenbar (stellt sich in Gesprächen immer wieder heraus) relativ umstritten. Ist es jetzt "cool" oder "total scheiße" oder "geht so"? Man wird sehr oft abgestempelt und in eine Schublade gesteckt wenn man jemandem vorschlägt sich dort zu treffen.
"Weil dort gehen ja nur die "Bobos" hin." In Wien sind Bobos relativ junge, gut-verdienende Individuen aus einer bürgerlichen Familie, die aber politisch linke Tendenzen haben. Man könnte auch sagen Werber, Ökos, Kreative … aber das ginge zu weit. Besondere Merkmale: Fahrrad, Schal (immer), mittel-teures Gewand. Eigentlich nicht so schlimm also. Irgendwie. Es will halt niemand dazugehören zu dieser Gruppe.

Wie auch immer … das Café Europa ist also ein Sammelpool (neben dem Brunnenmarkt und dem Naschmarkt) für derartige Individuen und deshalb möchte niemand zugeben, dass er/sie das Lokal eigentlich mag.
Also ich mag es.
Das Sonntagsbuffet (~11€) ist hervorragend ausgestattet mit Käse, Wurst, Salaten, frischem Gemüse und Obst, Joghurt und Müslis und verschiedenen Broten. Unter der Woche kostet das Frühstück, je nach Wahl, zwischen 4,50€ und 8,30€.
Kaffee ist gut und der Preis durchschnittlich – Melange 2,60€, Milchkaffee 2,80€. 
Sehr empfehlen kann ich die Limonana um 3,80€  – Getränk aus Zitrone, Zucker und Minze, eigentlich ein Virgin-Cocktail.

Sehr empfehlen kann ich auch das Baguette mit gebratener Hühnerbrust um 6,50. Das ist gigantisch groß und so gefüllt mit Inhalt, dass es kaum essbar ist … ich habe nachher immer überall auf meinem Kopf Avokado-Reste aber geschmeckt hat es phantastisch.
Außerdem hat man als Vegetarier auch verschiedene Speisen zur Auswahl und nicht (wie so oft) nur eine – das ist der gute Aspekt von Bobo-Hochburgen.

Unter tags ist es ein angenehmes Café in dem man gemütlich stunden verbringen kann und abends ist es eine bar in der man jede Menge der oben genannten Individuen beobachten kann. Demnach ist es einfach sehr unterhaltsam. Die Kellner sind bisher immer ausgesprochen freundlich gewesen.

Die Musik im Lokal variiert sehr stark … Vormittags war meistens so ganz leise sowas wie Fahrstuhl-Latino-Jazz, Nachmittags ganz unterschiedliche Stile und Abends fetziger eben.

Soviel zum umstrittenen Café Europa.

Bild von der Website des Lokals (siehe Link ganz oben).

Donnerstag, 20. August 2009

Albertgasse 39 = bar + kitch'n

Albertgasse 39, 1080 Wien (U6, 2, 5, 33 und 13a) LINK

Der Grund für mein erscheinen war eine Geburtstagsfeier. Ich habe dieses Lokal noch nie wahrgenommen und das hätte sich vermutlich auch nicht geändert wenn nicht diese sms gekommen wäre. Eigentlich ist das nicht so der Lokaltyp den ich mag, aber…

Es gibt draussen wirklich nette Sitzplätze an einer kaum befahrenen Strasse, aber wir sind leider drinnen im hinteren Eck gesessen. Dort im Eck gibt es Sofas und es ist eher Chill-out angesagt. Die Decke und die hintere Wand sind mit einem Stoff behängt und man hat ein bisschen ein Himmelbett- bzw. Hilfe-ich-werde-erdrückt-Gefühl. Ich muss zugeben, mehr als dieses Eck und die Toilette habe ich vom Lokal eigentlich nicht gesehen.
Ist es ein Restaurant oder eine Bar? Ich weiß es nicht. Beides glaube ich – oben Restaurant und unten Bar.

Die Cocktails sind ausgezeichnet (schön süss!) und der Kaffee ist, laut R., auch gut.
Kaffee kostet 2,50€, Tee kostet 3,30€, Bier kostet 2,70-3,50€, Caipirinha kostet 6,80€ und so Wodka mit Geschmack kostet 7€. Antialkoholische Cocktails waren super geil – an Lond Distance Runner und Coconut Banana kann ich mich noch erinnern. Vorsicht! Wer keine Ananas mag hat keine sehr große Auswahl.

Ich hatte ein bisschen Hunger und hab' mir deshalb Gemüsesticks mit Dip bestellt. Das sind Karotten, Paprika, Gurke und Stangensellerie mit Joghurt-Kräuterdip. Zuerst ist mir die Portion wenig vorgekommen, aber hey diese Sticks waren 10cm lang und es gab viiiiiele davon! Nur hätte ich mehr Joghurtdip gebraucht, aber egal! Gekostet hat der Gemüsespaß 3,70, was eigentlich okay war.Desserts gibt es bisher auf der Karte kaum welche – nur 2 und die sind teuer.

Ein bisschen erinnert es mich an das Cuadro. Aber erst im nachhinein.
Die Musik war übrigens schlecht aber das Klo war grün.

von N

Fotos von der Lokal Homepage.

Dienstag, 18. August 2009

U-Bahn Netz und Nightline Netz

Sehr sinnvoll!!
LinieAn WerktagenAm Wochenende
N6WestbahnhofEnkplatz, GrillgasseHandelskai – Enkplatz, Grillgasse
N17Himberger Straße – Unterlaa (ASTAX)Himberger Straße – Unterlaa (ASTAX)
N20StrebersdorfKagraner Platz
Kagraner Platz – Am Heidjöchl – Breitenlee, Ort – Kagraner Platz (ASTAX)
Strebersdorf – Am Heidjöchl
Kagraner Platz – Neueßling (ASTAX)
N25Ring-Kai – GroßfeldsiedlungRing-Kai – Großfeldsiedlung
N26KagranEßlingRing-Kai – Guntherstraße, Stadtgrenze
N29FloridsdorfPraterstern
Praterstern – Praterbrücke (ASTAX)
Floridsdorf – Praterbrücke
N31SchwedenplatzStammersdorfSchwedenplatz – Stammersdorf
N35Nußdorfer StraßeSalmannsdorf (ASTAX)Nußdorfer Straße – Salmannsdorf
N36Nußdorfer Straße – Nußdorf (ASTAX)Ring-Kai – Nußdorf
N38Ring-Kai – GrinzingRing-Kai – Grinzing
N41SchottentorPötzleinsdorfSchottentor – Pötzleinsdorf
N43Schottentor – NeuwaldeggSchottentor – Neuwaldegg
N46Kärntner Ring, Oper – JoachimsthalerplatzKärntner Ring, Oper – Otto-Wagner-Spital
N49Kärntner Ring, Oper – HütteldorfKärntner Ring, Oper – Hütteldorf
N50Kärntner Ring, Oper – Auhof
N54Westbahnhof – Baumgartenbrücke (ASTAX)Westbahnhof – Baumgartenbrücke (ASTAX)
N58Ring-Kai – Unter Sankt Veit
N60Ring-Kai – Maurer HauptplatzRing-Kai – Maurer Hauptplatz
N61Maurer Hauptplatz – Liesing (ASTAX)Maurer Hauptplatz – Liesing (ASTAX)
N62Kärntner Ring, Oper – Speising, HermesstraßeKärntner Ring, Oper – Speising, Hermesstraße
N64Handelskai – Alterlaa
Alterlaa – Siebenhirten (ASTAX)
Handelskai – Siebenhirten
N66Ring-Kai – LiesingRing-Kai – Liesing
N67Quellenplatz – Oberlaaer Straße – Inzersdorf, GroßmarktRing-Kai – Quellenplatz – Oberlaaer Straße – Inzersdorf, Großmarkt
N68Quellenplatz – Laaer Berg, Kurpark Nordeingang (ASTAX)Quellenplatz – Laaer Berg, Kurpark Nordeingang (ASTAX)
N71Kärntner Ring, Oper – KaiserebersdorfAlser Straße, Skodagasse – Kärntner Ring, Oper – Kaiserebersdorf
N75Kärntner Ring, Oper – GasometerKärntner Ring, Oper – Gasometer
N90KaisermühlenAspern, Siegesplatz (ASTAX)
360Kärntner Ring, Oper – BadenKärntner Ring, Oper – Baden

(von Wiki)

Sonntag, 28. Juni 2009

Café Restaurant Halle – Das Museumsquartier Part3

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquarti
er oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen) LINK MQ

Café Halle LINK

Die/das Halle. Man weiß es nicht.
Das Café Halle ist auch eines der trendy Kaffeehäuser im MQ. Es ist über der Kunsthalle – daher der Name – bzw. oben bei der Stiege neben dem MuMoK.
Eigentlich gehe ich dort nicht so oft hin. Ich kann garnicht genau sagen wieso… Irgendwie ist es mir meistens zu voll mit zu eigenartigen/eingebildeten Leute. Obwohl… hin und wieder bin ich trotzdem dort.
Ich war ein paar mal mit Kittynn frühstücken. Der Vorteil am Frühstück ist – es kostet 6,50–9,80€ und man kriegt es bis 16:00 Uhr. Und ich LIEBE Frühstück. Das letzte Mal habe ich kein richtiges Frühstück gegessen sondern "nur" eine Eierspeise mit Rucola und Kürbiskernen um ca. 5€. Bisher wenn ich dort gefrühstückt habe, hat es mir meistens(immer) geschmeckt und satt war ich nachher auch.
Einmal hab ich so einen Schafkäsesalat gegessen, der war unglaublich gut. Mittagsmenüs gibt es dort auch: Ein vegetarisches um 6,80€ und eines mit Fleisch um 8,50€. Die Desserts kosten zwischen 2€ und 5,60€. Den Schokokuchen kann ich wirklich empfehlen!

Unsere Messlatte für Kaffee ist meistens die Melange. Kostet eine Melange über 3€ ist es teuer, kostet sie zwischen 2,70 und 3€ ist es für die inneren Bezirke relativ normal. Im/in der Halle kostet eine Melange 2,80€. Ein kleiner Espresso kostet 2,10€ und eine Café Latte 3,50€. Tee kostet 3,20€ – ich finde das ist teuer, auch wenn dieser Preis in Wien normal ist – und eine heiße Schokolade kostet 3,50€ – teuer! siehe Tee.
Sehr empfehlen kann ich die Ingwerlimonade (hausgemacht) um 4,20€ für 0,5l. Schmeckt wirklich erfrischend und wird in einer tollen Karaffe serviert. Das wirkt dann gleich so edel. Wow. Unbedingt merken für den nächsten heißen Tag.
Für die Abendbesucher ein großes Bier kostet (zumindest oben im Restaurant/Café) 3,80.

Das mit dieser Ingwerlimonade ist jetzt modern kommt mir vor – überall wo man hingeht gibt es "hausgemachte" Ingwerlimonade. Manchmal mit Zitrone, Honig und Minze und manchmal ohne und manchmal warm und dann wieder kalt. Diese Entwicklung finde ich äußerst interessant. Ich mache das nämlich auch zuhause… Da schneide ich einfach eine Zitrone und ein daumengroßes Stück Ingwer in Scheiben und nehme einen Zweig Minze, gieße das ganze mit 1l heißem Wasser auf und dann kommt noch Honig dazu. Und wenn's draußen heiß ist gibt's das ganze ohne Honig und mit kaltem Wasser. Kann man mehrmals aufgießen!

von N.

Montag, 8. Juni 2009

MQW

Museumsplatz 1, 1070 Wien (U2 Museumsquartier oder U2/U3 Volkstheater, div. Straßenbahnen)


(c) Rupert Steiner, MQ E+B GesmbH



Das ist jetzt vielleicht nicht fair und nicht korrekt und nur meine eigene, entsetzte, wütende, aufgebracht, unerhörte, traurige Meinung.

Das MuseumsQuartier stinkt! Es stinkt nach Heuchelei.
Gestern (Sonntag) war ich mit T. in der Nacht spazieren. T. wollte Mango-Lassi also auf zum MQ…
Da stehen wir dann in der Mariahilferstraße vor verschlossenen Türen… HÄ?
Ich kenn' mich nicht aus. Aufklärung: Damit die Bewohner des MQ in der Nacht nicht gestört werden, wurde beschlossen die Eingänge zu schließen. Nicht ALLE Eingänge, sondern nur bestimmte, der Haupteingang ist weiters die ganze Nacht offen und der Eingang Richtung Burggasse auch.
Außerdem ist es untersagt selbstmitgebrachte Getränke dort zu konsumieren. HÄÄÄÄÄ???
Was sind das für Menschen die im MQ wohnen und nicht damit rechnen dass es laut wird/ist?
Und warum sollte ich meine eigenen Getränke nicht mitnehmen und trinken dürfen? Ich darf ja auch am Europaplatz und am Heldenplatz meine eigenen Getränke trinken. Ich darf in den Öffis meine eigenen Getränke trinken.
Das MQ kann mich mal. Das ist so typisch – da wird in Wien etwas richtig tolles aufgebaut, etwas richtig einzigartiges und dann wird es irgendwann eingeschränkt und ist nicht mehr ganz so toll. Dann wird es weiter und weiter eingeschränkt bis es richtig doof ist. Und so geht das weiter. Immer weiter. Weil ein paar Bobos im MQ wohnen…
Dabei war ich immer so stolz auf das MQ :(

von N
P.S. Aufgrund der großen Aufregung meinerseits bitte ich darum wahrscheinliche Rechtschreib- usw. Fehler zu entschuldigen. Danke ;).

Nachtrag: Gerade entdeckt: Standard-Artikel zum Thema! LINK

Dienstag, 31. März 2009

Schikaneder

Margeretenstraße 24, 1040 Wien (Erreichen mit 1, 62 oder Badner Bahn, 59A oder U4 Kettenbrückengasse und 5 min gehen) LINK

Das Schikaneder ist an der Ecke Margaretenstraße/Schikanedergasse. Daher, vermute ich, auch der Namen des Kinos.
Die Straße wiederum ist nach dem ersten Theaterdirektor vom Theater an der Wien – Emanuel Schikaneder (Ende 18. bis Anfang 19. Jahrhundert) – benannt.

Ich kenne das Schikaneder schon länger ohne es wirklich zu kennen. Für mich war es immer der Ort wo eben irgendwelche Freunde oder Bekannten Filmpremieren gefeiert haben. Damit war für mich die Aufgabe des Schikaneder erfüllt. Am Samstag aber hat mich I. wieder dorthin entführt. Ich hab mir noch gedacht – was soll ich denn dort? Ich will garnicht ins Kino. Aber am Samstag war dort nichts was an ein Kino erinnern würde.
Es war einfach eine Bar, eine dreigeteilte Bar. Beim Eingang ist ein heller, beinahe freundlicher Bereich wo man gut sitzen und sich unterhalten kann. Dann gibt es eine Auslage wo die "Schickeria" sitzt ... nein, Spaß ... dort sitzen die Leute eben in der Auslage, was keinesfalls bewertet werden sollte; Denn was sonst tun wenn kein Platz frei ist???
Im hinteren Teil gibt es dann die Bar und (auf der Homepage steht) Lounge. Dort ist dann ein DJ und Musik und es ist dunkel und es stehen viele Leute herum. Dort geht die Party ab.

Ich hatte ein bisschen Zeit die Leute zu beobachten und das war recht witzig. Das Publikum war so (geschätzt) zwischen 20 und 35 und durchgehend gestylt. Selbst die Leute die extra ungestylt aussehen wollten hat man als gestylte ungestylte identifizieren können. Sehr nett anzusehende Individuen. Ich bin mir auch sicher, dass sich mindestens jeder zweite dort als "sehr kreativ" bezeichnet hätte und irgendwas mit Musik, Film, Fotografie o.ä. macht. Ich hab also ganz gut hingepasst.

Am Sonntag habe ich dann N. getroffen und hab ihr von meiner Schikaneder-Erfahrung berichtet und sie hat erzählt, dass sie das Schikaneder auch erst seit kurzem als Lokal kennt. Schade, weil eigentlich ist es dort richtig gemütlich. Die Musik war auch nicht zu aufdringlich im Vorraum/Foyer. Die Leute mit denen ich mich kurz unterhalten habe waren auch okay.

Das ist also eines der Kinos in Wien die nicht nur Kino sind.

von N-Vienne

Sonntag, 22. Februar 2009

U4

Schönbrunnerstraße 222, 1120 Wien (2 mal um die Ecke von  der U4 Meidlingerhauptstraße) Link

Das U4. Es ist ja eigentlich beinahe legendär. Zumindest sagen das alle, kann ich mir auch gut vorstellen. Ich war schon öfter dort, aber immer bloß donnerstags bei Addicted to Rock. An den anderen Tagen habe ich mich einfach nicht getraut.
Dafür waren wir einige Zeit lang JEDEN Donnerstag dort. 
Prinzipiell ist das U4 wirklich leicht zu finden. Von der U4 Station eben 2 Mal um die Ecke. Dann muss man an den Türstehern vorbei zur Kassa. Eintritt war das letzte mal 7€. Dann geht man die gefährlichen Stiegen hinunter. 
Dort erwartet einen dann die Garderobe mit dem lustigsten Typen den ich je in einer Garderobe gesehen habe. Er sieht aus wie ein Inder mit 70/80er Jahre-Brillen. Lächelt mich meistens an und nimmt dann meine Jacke. Ich glaube er kann reden, aber ich bin mir nicht sicher. Zumindest kann ich mich nicht erinnern ihn jemals bei gehört zu haben. Er kann aber auf so viele unterschiedliche Arten lächeln, dass man genau weiß was er "sagt". Verrückt.
Links kommt man in den kleineren Raum – ich glaube dort spielt es die härtere Musik (Metal und sowas z.B. Black Sabbath). Dort gibt es auch eine Toilette – die ich das letzte Mal ziemlich sauber empfunden habe.
Von der Stiege aus rechts ist die große Bar, Sofas, Bühne für Konzerte und Tanzfläche.
Dort spielt es (donnerstags) meistens die eher kommerzielle Rockmusik – widerspricht sich das? Eben sowas wie Killers, White Stripes…
Man kann dort richtig gut tanzen, weil das einfach alle tun oder auch einfach cool rumstehen (vielleicht mit Sonnenbrille) und die Leute beobachten wie sie sich zum Affen machen.
Unterhalten kann man sich im U4 nicht wirklich – dafür geht man dort aber auch nicht hin. Die Musik ist einfach zu laut und steht absolut im Vordergrund. Leute lernt man hauptsächlich beim tanzen kennen. Ich schätze, dass die meisten Leute ins U4 gehen weil sie sich betrinken und dabei vielleicht ein bisschen Spaß haben wollen.
Wofür das U4 bestimmt gut ist: Schräges Gewand. Man kann beinahe alles anziehen und kommt trotzdem/deshalb rein.
Am Freitag waren zwei Mädchen mit Unterhosen auf dem Kopf, ein Typ im Anzug mit Zylinder (oder wars eine Melone??) und das sind noch die harmloseren.
Außerdem lernt man dort oft Briten, Amerikaner, Spanier usw. kennen!

von N-Vienne

P.S. Beweisfotos gibt es keine (zum Glück!)